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Torfhaus - Altenau - Clausthal-Zellerfeld (Bergeslust und Tannenduft - Am Dammgraben entlang)

Autor. Uwe Barthauer
Erstellt:28.09.2013

Torfhaus - Altenau - Clausthal-Zellerfeld

"Bergeslust und Tannenduft - Am Dammgraben entlang"


Wandern

Wasserwanderweg Weltkulturerbe Oberharzer Wasserregal

Dauer

Jahreszeit

Straße

Piste/Feldweg

Wanderweg- pfad
21km 5 - 6 Std März - Okt. 10%
0% 90%

Schwierigkeit

Höhendifferenz

Frequentierung

Unterkunft

Sonstiges
mittel mittel niedrig
privat
Für Kinder nur teilweise geeignet

»Legende«
 
Der Harz, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, beherbergt auf engstem Raum die unterschiedlichsten Landschaften. Liebliche Wiesentäler, sanfte Hügel, Laubwälder, Obst und Wein im Südosten; enge Täler, steile Berge, schroffe Klippen, dunkle Fichtenwälder, Moore und rauschende Wildwasser im Nordwesten. Gemeinsam ist aber allen Teilen ein über tausendjähriger Bergbau. Im Jahre 968 wurde das Bergwerk Rammelsberg das erstemal urkundlich erwähnt und 1992 schloss die Grube "Hilfe Gottes" in Bad Grund als letztes Bergwerk im Oberharz. Geblieben sind zahlreiche Relikte, darunter das weltweit einzigartige Wassersystem das der Energiegewinnung diente, das Weltkulturerbe "Oberharzer Wasserregal".
 
Zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Brockenblick
  • Morgenstimmung
  • Magdeburger Weg
  • Blick vom Magdeburger Weg
  • der junge Dammgraben
  • Fehlschlag am Förster Ludwig Platz
  • Schön aber giftig
  • Oberhalb von Altenau
  • Blick auf Altenau
  • Mundloch Rothenberger Wasserlauf (Rösche)
  • Dammgraben vor Clausthal-Zellerfeld
  • Polstertaler Hubhaus
  • Oberer Pfauenteich

Hier Wanderkarte


Torfhaus - Altenau - Clausthal-Zellerfeld
 

Vom Torfhaus über die steile Wand zum Nabentaler Wasserfall


Von der auf ca. 800m Höhe gelegenen Siedlung Torfhaus aus, benannt nach dem im 18. Jahrhundert hier im Radaumoor sporadisch stattgefundenem Torfabbau (Der Torf konnte wegen der hiesigen Witterungsverhältnisse - 1200mm Jahresniederschlag - nicht getrocknet werden) und mit einem - bei klarem Wetter - phantastischen Ausblick zum Brocken, beginnt unsere Wanderung.
 
Das historische Torfhaus, eine ehemalige Försterei, von dem aus Goethe seine Brockenbesteigung begann, ist nur noch Geschichte. An Stelle der alten Siedlung steht heute eine Ferienhaussiedlung mit einem Gasthof im bayrischen Stil, der sich auch noch "Bavaria Alm" nennt. Bayrisches Bier, Leberknödel und Brezen im Harz? Über Geschmack läßt es sich ja bekanntlich nicht streiten, der Eine liebt die Mutter, der Andere die Tochter und der Dritte alle beide. Na ja, mein Fall ist es nicht. Fehlt nur noch der Schuhplattler. Gejodelt wird allerdings im Harz auch, aber ohne den Roller.

Von der Haltestelle Torfhaus bzw. vom Parkplatz aus bis zum Abzweig Altenau gehen und hier den Pfad neben der Straße an der Jugendherberge vorbei abwärts bis zum Parkplatz an der Seilbahn. Über den Parkplatz und am Ende dem Weg nach rechts und gleich den nächsten Pfad links bergab der Ausschilderung "Altenau - Magdeburger Weg" folgen. Die Markierung ist die des HWW 1 (Hauptwanderweg - Harzklub) Seesen - Brocken, das weiße Dreieck mit dem roten Punkt.

Unser Weg führt zunächst abwärts, durchquert ein morastiges und von Abbe- und Flörichshaiergraben durchflossenes Gebiet über mehrere Stege und Brücken und dann wieder leicht aufwärts. An der nächsten Weggabelung rechts dem Wegweiser "Magdeburger Weg - Steile Wand" nach. Unser Weg, ein nur schmaler von Blockschutt übersäter Pfad, führt immer entlang der Steilen Wand, die ihren Namen mehr als gerecht wird. Zum Teil geht es rechts fast senkrecht in die Tiefe und links steil aufwärts bis hoch zu den Klippen. Seien Sie also vorsichtig! Das Tal unter uns ist das Kellwassertal; ein eiszeitliches Gletscherkar.

Nach etwa halber Strecke wird der Weg, abgesehen von einigen querliegenden Baumstämmen, besser begehbar und führt allmählich abwärts. Unten nach links zum Nabentaler Wasserfall, der Wiege des Dammgrabens. Mit diesem  künstlichen Wasserfall werden die Wasser von Nabe, Abbe- und Flörichshaiergraben dem Dammgraben zugeleitet. Später kommt auch noch das Kellwasser hinzu. Das Absetzbecken am Ende des Wasserfalles ist ein sogenannter Fehlschlag. Fehlschläge oder auch Drecksümpfe genannt, werden wir von nun an des öfteren sehen. Sie dienen dem Auffangen von Sedimenten und Schwebstoffen, ermöglichen das absetzen derselben und das anschließende ausschwemmen talwärts. So wird eine Verlandung des Dammgrabens erschwert und die Pflege erleichtert..

Sind wir bisher auf einem typischen Bergpfad gewandert, wird es von nun an bequemer. Immer auf dem Damm entlang, der den Wasserlauf zur Talseite eingrenzt, wandern wir parallel zum Berg ohne Steigungen oder größerem Gefälle dahin. Beträgt doch der Höhenunterschied des Dammgrabens von seiner Wiege bis zu den Clausthaler Teichen auf 20km Länge nur 160m. Wir sind hier ausserhalb der Grenzen des Nationalparks Oberharz und die Wälder werden wieder bewirtschaftet. Trotz allem hat sich aber ein Waldbild entwickelt, das mehr einem Plänter- als einem Hochwald entspricht.
 

Entlang des Grabens nach Altenau

 
Beim Hochwald handelt es sich um einen Wald mit Bäumen gleicher Art und gleicher Altersstufe, die gemeinsam gepflanzt und eingeschlagen werden. Beim Plänterwald haben wir einen aus Naturverjüngung entstandenen Wald mit Bäumen unterschiedlichen Alters und verschiedener Arten, es werden auch nur einzelne Bäume entnommen. So entsteht ein abwechslungsreiches Waldbild mit größerer ökologischer Vielfalt und Stabilität.

Der Nationalpark ist jedweder forstlichen Bewirtschaftung entzogen. Kranke und abgestorbene Bäume werden auch nur im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht und an den Rändern der Wirtschaftswälder beseitigt. Was zunächst grausig aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein ökologischer Gewinn. Zumal auch die Entwässerungsgräben der Moore wieder geschlossen und nicht mehr benötigte breite Forstwege zurück gebaut werden. So wird sich in einigen Jahrzehnten ein Naturwald entwickeln.

Unser Weg verläßt nach ca. 100m den Dammgraben, wendet sich rechts abwärts bis zum Talgrund, geht in einem Linksbogen über, um nach etwa 500m und dem passieren eins Querweges, wieder den Dammgraben zu erreichen. Wem das zu umständlich ist, geht einfach den Trampelpfad auf dem Damm weiter. Hier ist auch die einzige Stelle an der der Dammgraben ungefähr 1km mit etwas größerem Gefälle in einer schmaleren Rinne dahin strömt um nach einem Fehlschlag am Förster - Ludwig - Platz wieder in einem 1% Gefälle überzugehen.

Hier am Förster - Ludwig - Platz, laden Tische und Bänke sowie eine Schutzhütte zu einer kurzen Rast ein. Wer direkt nach Altenau will, folgt der Ausschilderung "Altenau über Schultal 3km" nach rechts. Lassen Sie sich durch die Entfernungsangaben aber nicht auf unserem Weg täuschen. Je näher man seinem Ziel kommt, desto weiter soll es sein. Na ja, wenigstens die Richtung stimmt, die haben wohl irgendwie die Schilder verwechselt oder es war ein Schnaps zuviel

Wir wandern hier an der Flanke des Bruchberges entlang, dem mit 928m dritthöchsten Harzgipfel mit dem größten intakten Hochmoor des Harzes. Allerdings liegt es im Totalreservat und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nach erreichen der Landstraße Torfhaus - Altenau diese vorsichtig überschreiten und auf der anderen Seite am Dammgraben weiter. Der Graben wendet sich in einem weiten Linksbogen nach Süden, um nach ca. 1km - beim Kreuzweg - wieder in Richtung Westen zu fließen. Leider ist der Dammgraben nicht in gesamter Länge zusammenhängend zu erwandern. Darum an der zweiten Wegkreuzung der Ausschilderung "Altenau - Mühlenberg - Kl. Oker" nach rechts über die Schneise folgen.

Am übernächsten Querweg nicht rechts der Auschilderung nach, sondern geradeaus über den Wiesenweg. Dieser grasbewachsene Pfad über die Wiesen des Altenauer Mühlenbergs ist einfach nur herrlich und die Aussicht kann man nur phantastisch nennen.

Weit geht der Blick über die Wiese zu den grünen in der Ferne verblauenden Höhen des Harzes. Dieser Grasweg ist angenehm zu laufen und steigt sanft bergan um sich dann allmählich abzusenken. Nach dem passieren eines kleinen Waldstücks, vor uns dann Altenau. Dieses hässliche Bauwerk links oben auf dem Berg, das aussieht wie eine Mischung zwischen Flakturm und Kartoffelbunker, ist die Ferienanlage Glockenberg. Ein Gebäude, das an Scheußlichkeit kaum noch zu übertreffen ist. So ein Steuersparmodell der siebziger Jahre. Ein wahres architektonisches "Meisterstück". Man möchte glauben, das Architektenhonorar sei nach der Formel Beton/m³  x  DM berechnet worden.
 

Von Altenau zum Rothenberger Wasserlauf

 
Halten Sie lieber Ihren Blick nach rechts gerichtet. Dort unten im Tal liegt die jüngst der sieben freien Bergstädte - Altenau. Auf einer Anhöhe erhebt sich, über den alten Holz verklinkerten Häusern in typischer Harzer Bauweise, eine kleine Kirche. Wie auf einer Modelleisenbahn sieht das von hier oben aus. Schön ist hier der Blick von unserem Weg aus, der sich nach links in in einem weiten Bogen fortsetzt und in einer langgezogenen Treppe übergeht.

Unten an der Straße nach links zum Marktplatz und hier rechts in Richtung Clausthal-Zellerfeld. Vielleicht überrascht Sie der Anblick leer stehender Häuser - nun 60% der Bevölkerung im Oberharz sind älter als 60 Jahre. St. Andreasberg hat seine Selbständigkeit schon aufgegeben, weil es aus eigener Kraft nicht mehr überlebensfähig ist. Die letzten nennenswerten Investitionen in die touristische Infrastruktur sind auch schon 30 Jahre her, Hotels und Gastronomie sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dem entsprechend. Daran wird sich angesichts der Altersstruktur und zurückgehender Übernachtungszahlen wohl auch nicht mehr viel ändern und irgendwann wird dann der Letzte das Licht ausmachen.

Zunächst noch Richtung Clausthal-Zellerfeld und dann der Straße links, der "Bergstraße", aufwärts folgen bis zur "Rothenberger Straße". Hier nach links und weiter aufwärts. Bei den letzten Häusern geradeaus über den Hof und den Weg aufwärts nehmen, der nach einer rechten Spitzkehre zum ehemaligen Bahnhof Altenau, heute eine Gaststätte,  führt. Von 1914 bis 1976 verkehrten hier auf der Innerstetalbahn die Züge. Als 1967 der Bergbau in Clausthal-Zellerfeld und in Lauthental endete, wurde auch der Güterverkehr eingestellt, der Personenverkehr deckte nicht mehr die Kosten und so kam das aus. Am 29. Mai 1976 fuhren die letzten fahrplanmäßigen Züge zwischen Altenau und Goslar.

Jetzt nach links und den nächsten Weg nach rechts. Nach wenigen Metern nicht der Kurve nach rechts folgen, sondern weiter geradeaus dem Weg in den Wald hinein. Etwa 50m weiter den schmalen Pfad rechts aufwärts. Ausgeschildert ist: Clausthal - Polsterberg - Polstertal. Immer der Ausschilderung bergauf folgen und am Querweg ein kurzes Stück nach links. Hier gabelt sich der Weg. Geradeaus geht es ins Polstertal und links nach Clausthal über Polsterberg. Auch ist der Weg als "Verlobungsweg" beschildert. Warum, erklärt sich mir nicht; wenig Romantik, feuchter Untergrund und Unterholz fehlt auch. Na ja, vielleicht war das damals etwas anders.

Vertrauen Sie auf keinem Fall den Entfernungsangaben. Zunächst noch 8,4km, dann 8,8km und am Ende werden es fast 12km gewesen sein. Das ist mir hier auch schon bei anderen Wegen aufgefallen, keine Ahnung wie die hier messen. Vielleicht würfeln sie das auch bloß aus.

Unser Weg erreicht seinen Scheitelpunkt und führt nun waagerecht auf einem Damm dahin. Links der verfallene Graben ist der "Alte", der Rothenberger Dammgraben der in einem weiten Rechtsbogen um den Rothenberg herumführt. Nach etwa 3km dann links der wieder hergerichtete "Kalte Küche Wasserlauf". Als Wasserlauf werden im Oberharz die Röschen (Sprich Rö-schen), wasserleitende Stollen, bezeichnet. Etwa 100m weiter dann der Rothenberger Wasserlauf, der vom Sperberhaier Damm herkommt. Der Sperberhaier Damm, ein 940m langer und 16m hoher Damm der die Sperberhaier Senke überbrückt, gab dem Dammgraben seinen Namen.

Der Wanderweg knickt hier am Dammgraben scharf rechts ab und führt etwa 1km in westlicher Richtung zum Polsterberger Hubhaus. Unterwegs weisen Tafeln auf das Burgstätter Grabensystem, den Hellertaler-  und den Fortuner Graben hin. Beide spielten am Hubhaus eine wichtige Rolle, wie wir noch sehen werden.

Nach ungefähr 1km dann links auf einem Berghang eine Wiese mit dem Polsterberger Hubhaus, die einzige oberirdische Wasserhubanlage des Oberharzer Wasserregals. Weil der Dammgraben sein Wasser vorwiegend in den Herzberger Haus- und in den Unteren Pfauenteich leitet, konnten die ertragreichsten Gruben des Burgstätter Reviers, die Gruben Caroline und Dorothea, die oberhalb des Wasserspiegels lagen, nur ungenügend mit Wasser versorgt werden.

Sowohl Goethe als auch Heinrich Heine besuchten diese Gruben während ihrer Harzreisen. Heine der mit Hilfe der Fahrkunst in die Grube Dorothea ein- und mittels Leitern aus der Grube Caroline wieder ausfuhr, bemerkte (typisch Heine) dazu: "es war die schmutzigste Caroline die ich je bestiegen habe." 
 

... über das Polstertaler Hubhaus nach Clausthal

 
Beide Gruben wurden aus dem Hirschler Teich, dem größten und höchsten Teich des Oberharzer Wasseregals, mit  Aufschlagwasser versorgt. Der Teich, der sein Wasser  aus verschiedenen Gräben bezog, konnte jedoch die Gruben nur unzureichend mit Wasser versorgen. Deshalb wurde hier mit Kolbenpumpen, die sich im Keller des Hubhauses befanden, das Wasser aus einem 18m tiefen Schacht, der durch einen Stollen mit dem Dammgraben verbunden war, in den Tränkegraben gepumpt, der seinerseits in den Hirschler Teich mündete.

Angetrieben wurden die Pumpen von zwei Feldgestängen von 560m bzw. 260m Länge, die ihre Energie mittels Wasserräder aus dem Hellerthaler- bzw. Fortuner Graben gewannen. Wegen fehlender Transportmöglichkeiten von Kohle war der Einsatz von Dampfmaschinen nicht möglich. Später wurden die Kolbenpumpen durch eine elektrische Kreiselpumpe ersetzt, die sich in dem kleinen Gebäude vor uns befand und das Feldgestänge abgebaut. Die zugemauerten Wandöffnungen für das Feldgestänge sind in der Kellerwand des Hubhauses deutlich zu sehen.

Vor dem Pumpenhaus über den Steg, den schmalen Wiesenpfad aufwärts und rechts am Hubhaus vorbei. Das Polsterberger Hubhaus, früher Wohnung des Pumpenmeisters  und des Grabenwärtes, ist heute ein beliebtes Waldgasthaus. Eine Tafel rechts an der Gebäudewand, informiert noch einmal über die Geschichte des Gebäudes. Vor dem heute verfallenen Tränkegraben auf dem Weg nach rechts und immer am Graben entlang nach Westen.

Am Kreuzweg nach links. Die Ausschilderung ist hier etwas chaotisch und nicht sofort ersichtlich. Ein Wirrwar von Wanderschildern und Loipenmarkierungen erschwert die Orientierung. Nach ca. 500m dem schmalen Pfad nach rechts der Ausschilderung "Hirschler Teich" folgen. Nun immer entlang der Telefonleitung nach Nordwesten. Rechts der Teich, der im Wald sichtbar wird, ist der Jägersbleeker Teich. Nach weiteren 3km nach links bis zum Querweg und hier nach rechts. Der Teich vor uns ist der Hirschler Teich. Jetzt bis zum Damm und hier nach links über den Damm. Links von uns der Hirschler Teich und rechts der Obere Pfauenteich. Links mitten auf dem Damm, bei dem Ablass, eine Informationstafel die auf der an der anderen Teichseite befindlichen Huttaler Widerwaage hinweist. Ein einzigartiges Wasserbauwerk das, weil "totsöhlig" (ohne Gefälle), die Wasserverteilung auf mehrere Teiche ermöglichte.

Am Dammende nach rechts in Richtung Straße, dabei das Dorotheer Zechenhaus rechts liegen lassen. An der Straße kurz nach rechts, über die Straße und dem Weg vor der Baumreihe über den Wiesen folgen. Bei der Zuwegung zum Marienschacht nach rechts und an dem Zechenhaus vorbei. Der 1856 auf 769m abgeteufte "Königin Marien Schacht" enterbte die tonnlägigen Schächte Dorothea und Caroline. Hier im Königin Marien Schacht befand sich eine Wassersäulenmaschine, die die Wasser aus der Tiefsten Wasserstrecke in den Ernst August Stollen hob. Die Tiefste Wasserstrecke war hier totsöhlig und fungierte nur noch als Sumpfstrecke.

Die verbrauchten Aufschlagwasser, das sogenannte "Abfallwasser", sowie die Grundwasser mußten aus den Gruben wieder entfernt werden. Dazu wurden in verschiedenen Zeitabschnitten die Wasserstrecken "Tiefste Wasserstrecke", "Tiefer Georgstollen" und die leistungsfähigste Wasserstrecke, der "Ernst August Stollen", ein 26 km langer schiffbarer Wasserlösestollen der von Lauthental bis Gittelde am westlichen Harzrand reicht, aufgefahren. Heute nur noch zugänglich im Besucherbergwerk Lauthental und am Mundloch in Gittelde. Sie sehen, das oberirdische Wasserregal hat auch einen unterirdischen Pendanten.

1833 erfanden hier in Clausthal-Zellerfeld  der Oberbergmeister Georg Dörell die Harzer Fahrkunst und 1834 der Oberbergrat Julius Albert das Drahtseil .Beide Erfindungen revolutionierten den Bergbau und ließen Gruben von bisher unereichten Tiefen zu, was den Vortrieb dieser Wasserstrecken notwendig machte. So war der Schacht Samson in St. Andreasberg  mit einer Teufe von 840 Metern seinerzeit das tiefste Bergwerk der Welt.

Hinter den Gebäuden nach links und den Weg abwärts bis zur B 241 und nach Clausthal hinein. Am ehem. Bahnhof Clausthal - Ost vorbei und an der Erzstraße nach links. Nach wenigen Metern links der "Kaiser Wilhelm Schacht". Bis 1980 wurde hier noch wie im Schacht Samson elektrische Energie erzeugt. Danach verfüllt, werden Gelände und Gebäude als Bauhof der Stadt Clausthal-Zellerfeld genutzt. Auf dem Gelände befinden sich verschiedene Exponate des Bergbaus und können, da das Gelände der Öffentlichkeit zugänglich ist, jederzeit besichtigt werden.

Weiter nach Nordwesten bis zum Kronenplatz. Wer noch zur Marktkirche "Zum Heiligen Geist", die größte Holzkirche Deutschlands, möchte, geht hier nach links zum Marktplatz. Ansonsten nach rechts zur Bushaltestelle, von wo wir unsere Rückfart antreten können.

 

Nützliche Hinweise und Informationen


 
 

Anreise:
Mit dem Pkw
Von Norden
A395 bzw. B6 bis Dreieck Vienenburg und weiter über B4.

Von Süden
A38 bis Nordhausen und weiter über B4

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Bis Bad Harzburg mit dem Zug und weiter mit Bus Linie 820 Richtung Braunlage

Rückfahrt mit Buslinien 830/831 über Goslar oder Linie 840 über Sonnenberg.

In Sonnenberg umsteigen in Bus Linie 820 Richtung Bad Harzburg

Start und Ziel liegen im Verbundbereich des VRB Niedersachsenticket und Schönes Wochenende Ticket
werden anerkannt.

Fahrplanauskunft hier


Kartenmaterial
 
 
Naturpark Harz Blatt 1
1:50.000
GeoMap
ISBN 3-933671-08-6
 
 
 
KV‑plan
Freizeit im Harz 1:50 000
Kommunalverlag Hans Tacken
ISBN 3-89641-524-7
 

Einkehr und Verpflegung



In Altenau und in Clausthal-Zellerfeld stehen verschiedene Gasthäuser zur Verfügung


Waldgasthaus Polsterberger Hubhaus
Polsterberg 1,
38678 Clausthal-Zellerfeld |
Tel. 05323. 5581 |

Öffnungszeiten:
Juni bis Oktober: Täglich von 11 - 19 Uhr
November bis Mai: Mittwoch bis Sonntag von 11 - 19 Uhr
und nach Vereinbarung
vom 1.11 - 27.12 haben wir Betriebferien.


Unterkunft

In Altenau und in Clausthal-Zellerfeld stehen verschiedene Quartiere unterschiedlicher Kategorien zur Verfügung
 
 
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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig
 

letzte Änderung: 15.01.2016
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