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In den Hainbergen (Jägerhaus - Wohldenberg - Jägerhaus)

Autor: »Uwe Barthauer
Erstellt: 20.01.2010
 

Jägerhaus ‑ Wohldenberg ‑ Jägerhaus

In den Hainbergen


Wandern

Fernwanderweg
Harz ‑ Hildesheim
Dauer Jahreszeit Straße
Piste/Feldweg Wanderpfad- weg
5‑6 Std.  15 km  März‑Okt.      0%
      20%        80%

Schwierigkeit

Höhendifferenz

Frequentierung

Unterkunft

Sonstiges
   leicht    niederig     niederig
   Privat schattige Waldwanderung für Kinder geeignet

»Legende

Im nördlichen Harzvorland zwischen vielen anderen Hügelketten liegen die Hainberge im sogenannten großen Hildesheimer Stift. Bewaldete Hügel, weite fruchtbare Auen und viele historische Orte mit Barock‑ und Renaissancebauten prägen dieses Gebiet. Weitgehend unbekannt und doch reizvoll. Hier werden Ihnen die Hainberge mit dem Jagdschloß Jägerhaus, der Hubertusgrotte und den Resten der Burg Wohldenberg mit der barocken Hubertuskirche vorgestellt. Eine Waldwanderung die besonders im Herbst ihre Reize hat.

zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Unterburg mit Hubertuskirche
  • Orgelprospekt mit Kurwappen
  • Bergfried Wohldenberg
  • Pestsäule
  • Hutewald
  • Hubertuslegende

 

Wanderkarte


Jaegerhaus_-_Wohldenberg_-_Jaegerhaus.pdf

 

Start auf dem mittleren Hainberg‑Kamm

 

Wir starten dort, wo auf dem mittleren Kamm des Hainberges, auf schroffen Buntsandsteinklippen, oberhalb der Hubertuskapelle, sich das ehemalige Jagdschloß des Fürsten Münster‑Derneburg und jetzige Waldgasstätte Jägerhaus erhebt.

Am Parkplatz auf dem Kammweg in nördlicher Richtung. Nach ca. 700 m erreichen wir die Viktoriabuchen, von den ehemals 4 Bäumen sind nur noch 2 mächtige Exemplare erhalten. Dieser Wanderweg ist Bestandteil des Fernwanderweges Harz ‑ Hildesheim und mit „H“ gekennzeichnet. Nach ca. 1400 m teilt sich der Weg in eine nördliche und eine südliche Route. Der Südstrecke nach links steil bergab folgen, am Fuße des Berges links eine Schutzhütte. Dem Querweg nach rechts folgen und in weitem Bogen nach Westen den Sennebach auf dem Steg (Pionierbrücke) überqueren. Dem Weg über die große Blöße folgen, hier haben der Borkenkäfer und Orkan Lothar gewaltig mit dem einstmals dichten Fichtenwald aufgeräumt. Das Ende des Einen ist der Beginn des Anderen und so entstehen hier neue Lebensräume für ein vielfältige Tier‑ und Pflanzenwelt.
 
 

Schöner Ausblick in den Ambergau

 

Am Querweg nach rechts und in weitem Linksbogen hinauf zur Autobahnbrücke. Die A7 überqueren und den ansteigenden Weg bis zu seinem Scheitelpunkt folgen, dann nach rechts hinauf auf den „Langen Berg“. Hier ist der der Weg zum Teil nur ein schmaler Fußstieg der immer wieder Ausblicke nach Westen in den Ambergau ermöglicht.

Die vielen Grenzsteine markieren die ehemalige Braunschweigisch ‑ Hannoversche Grenze. Es sind auch noch Grenzsteine FBH ‑ HB (Fürstbistum Hildesheim ‑ Herzogtum Braunschweig) vorhanden, also noch vor 1803. Dort wo sich der Weg, in Richtung Norden, allmählich absenkt, ist linker Hand im Tal das Schloß Henneckenrode zu sehen. Heute Jugendbildungseinrichtung wurde es seinerzeit von einem Münchhausen im Stil der Weserrenaissance errichtet. Sehenswert der nach historischen Vorbildern angelegte Garten mit seinen alten Obstsorten.
 
Am Ende des Gefälles geht der Stieg in einem breiten Forstweg über. Diesen geradeaus folgen. Linker Hand ein Steinbruch mit interessanten Aufschlüssen. Nach etwa 500 m erreichen wir die aus wenigen Gebäuden bestehende Siedlung Wohldenberg. Hier nach links und an der Mauer der Katholischen Familienbildungseinrichtung, dem ehemaligen Amtshaus, den schmalen Hohlweg aufwärts. Am Ende des selbigen erhebt sich rechts vor uns die aus dem 16. Jahrhundert stammende Pestsäule.

 

Die Reste der Hauptburg und die Hubertuskirche

 

Links den Fahrweg hinauf zu der nun vor uns liegenden Vorburg. Das große Tor durchschreitend, sehen wir vor uns die Reste der Hauptburg und den gewaltigen, als Aussichtsturm genutzten, Bergfried. Rechts das Wohngebäude ist Sitz des zuständigen Pfarramtes. Hier ist auch der Schlüssel zu der links von uns befindlichen Hubertuskirche zu bekommen.
 
Die über dem Portal befindliche Inschrift bedeutet sinngemäß übersetzt: Clemens August Herzog von Bayern, Kurfürst von Köln und Bischof von Münster, Osnabrück, Paderborn und Hildesheim hat diese Kirche errichten lassen und sie St. Hubertus dem Schutzpatron der Jäger geweiht. Im Innern ein barocker Altar und an der Orgelempore das kurfürstliche Wappen unter dem Kurhut. Es ist meines Wissens die einzige St. Hubertus geweihte Kirche, zumindest in Niedersachsen.
 
Die Benutzung des Aussichtsturmes ist kostenlos und lohnt mit weiten Ausblicken bis zum Harz. Leider ist die Aussicht auf der am Berghang liegenden Balustrade durch die Baumwipfel eingeschränkt.
 
 

Wo der Hutewald auf Beweidung wartet

 

Durch das Tor wieder zurück und auf dem Fahrweg bergab. Am Fuße des Wohldenberges links der wieder hergerichtete Hutewald, der mit den Nachzüchtungen des Auerwildes, den Heckrindern, beweidet werden soll. Dem Fahrweg nach links bis zur Waldecke folgen und dann rechts auf den schmalen Stieg am Waldrand einbiegen. Diesen dann bis zu den Teichen, und da die Brücke über den selbigen wegen Baufälligkeit gesperrt ist, auf dem Fahrweg weiter in östlicher Richtung zwischen den Häusern und dem Teich hindurch. Sich immer am Waldrand haltend, hat man hier die Auswahl zwischen dem breiteren aber ziemlich zugewachsenen Feldweg oder dem schmalen Steig im Wald. Weiter bergab bis zu dem Sennebach.
 
Hier rechts und gleich wieder links über die Brücke und den allmählich ansteigenden Weg in südöstlicher Richtung bis zur Autobahnunterführung. Unter der Autobahn hindurch und gleich links in nordöstlicher Richtung den zunächst noch asphaltierten Weg zum mittleren Kamm hinauf. Auf dem Kamm bei der Schutzhütte „Fennekohls Ruh“ nach rechts in südlicher Richtung zurück zum Jägerhaus. Wir benutzen ständig den Fernwanderweg „Harz‑Hildesheim“ zunächst die Südstrecke und ab Wohldenberg zurück die nördlich Variante. Der Weg ist mit „H“ markiert.
 
Unterhalb des Jägerhauses ist auf dem Felsen die Hubertuslegende dargestellt. Hier sind auch ein Kamin und zahlreiche Inschriften vorhanden, die auf den Besuch der Hildesheimer Fürstbischöfe hinweisen. Den Schlüssel zu der ebenfalls hier befindlichen Kapellengrotte gibt es oben in der Gaststätte. 
 
 

 Nützliche Hinweise und  Informationen 

Kartenmaterial

Topografische Karte Niedersachsen 1:50.000
L 3926 Bad Salzdetfurth
 
Anreise:
 
Mit dem Auto
A7 Ausfahrt Bockenem weiter über Volkersheim Richtung Sehlde bis Jägerhaus
 
B 243 Bockenem weiter über Volkersheim Richtung Sehlde bis Jägerhaus
 
B 248 und B 6 Salzgitter Bad weiter über SZ‑Ringelheim ‑ Sehlde Richtung Bockenem bis Jägerhaus.
 
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bahnstationen: Derneburg, Baddeckenstedt (Strecke Hildesheim ‑ Goslar)
SZ‑Ringelheim (Strecken Goslar ‑ Hildesheim und Braunschweig ‑ Seesen)
 
ÖPNV im Ldkrs. Hildesheim: Regionalverkehr Hildesheim
im Ldkrs. Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter: Verkehrsverbund Region Braunschweig.

    Einkehr / Verpflegung:
Ausflugsgaststätte Jägerhaus
Täglich ab 11.00 Uhr geöffnet.
Preiswerte Gerichte, angenehmer Service.
Seit 01.06.2013 geschlossen!!!
 
Im Jägerhaus tut sich etwas: www.jaegerhaus-sehlde.de
 
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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig

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letzte Änderung: 04.01.2017
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