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Touren & Tips zum Wandern und Radwandern
Hellental - Schießhaus - Hasselbachtal - Hellental (Im Sollinger Walde)

Autor: Uwe Barthauer
15.08.2013
 

Hellental - Schießhaus - Hasselbachtal - Hellental

Im Sollinger Walde


Wandern
 
Dauer Jahreszeit Straße
6 - 8 Std. 19 km
 
März - Okt.
 
> 5%
 

Schwierigkeit

Höhendifferenz

Frequentierung
leicht niedrig niedrig
Piste/Feldweg Wanderweg- Pfad
5%
 
90%
 

Unterkunft

Sonstiges
Privat Für Kinder geeignet
 
» Legende

Der Solling, der mit der Großen Blöße die Höhe vom 528m erreicht, ist, neben dem Harz,  Niedersachsens zweites Mittelgebirge. Von Wiesentälern radial durchzogen, fern ab aller größeren Städte, gehört er zu den schönsten Wandergebieten im Oberweserraum. Diese einsame Wald- und Wiesenwanderung führt durch die vielleicht schönsten und unbesiedelten verkehrsfreien Wiesentäler des Sollings. 

 
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  • Im Hellental
  • Frühere Waldgaststätte Waldmühle
  • Blick auf Hellental
  • Viehtrifft
  • Oberhalb von Hellental
  • Leider nur aus Holz
  • Rastplatz
  • Forsthaus Schießhaus
  • Deutscher Alant (Inula germanica)
  • Quellfassung
  • Das Hasselbachtal
  • Im Hasselbachtal

Hier Wanderkarte


Hellental-Schiesshaus-Hasselbachtal-Hellental

 

Von Hellental zur Waldmühle


Hier im wohl schönsten Sollingtal, dem Hellental, mit seinen Wiesen und kleinräumigen Feldern, in dem Hermann Löns mit seiner Lebensgefährtin Ernestine Sassenberg des öfteren weilte und die Erzählung "Im Tal der Lieder" schrieb, beginnt unsere Wanderung im gleichnamigen ehemaligen Glasmacherdorf.

Wir starten vom Lönskrug aus, dem früheren Meisterhaus der Glashütte, in dem Löns Quartier nahm,  gehen an der Kirche aufwärts bis zum Mühlenteich, (vor uns das Backhaus mit dem sehenswerten Heimatmuseum) biegen rechts in die Straße "Zum Winkel" ab und an der nächsten Straße "Am Schusterhof" nach links und ca. 100 m weiter den Weg nach links. Nun aufwärts bis zum Waldrand und immer zwischen Wald und Wiese nach Norden. Weit geht der Blick über Hellental und den Viehtrifften - die immer noch beweidet werden - mit ihren Hecken und den verbissenen mehrstämmigen Weidebuchen.

Auch gibt es hier in Hellental noch eine kleine Herde des Roten Höhenviehs vom Harzer Schlag. Ein Mehrnutzungsrind; Milch, Fleisch und Zugtier und angepasst an den Höhenlagen und wie so viele mehrfach nutzbaren Dinge zwar zu vielem, doch zu nichts so richtig zu gebrauchen. Andere Rassen geben mehr Milch oder mehr Fleisch und Kuhgespanne, wie ich sie noch in meiner Jugend sah, gibt es auch nicht mehr. So überlebte nur noch eine kleine Herde hier bei Schießhaus und die Hellentaler Herde, sowie die Silberborner Herde stammen von diesen Tieren ab.

Dort wo unser Weg auf die Hellentaler Straße trifft, noch einmal ein wunderschöner Ausblick über Hellental. Noch ein kurzes Stück auf der Straße bis zum Wanderparkplatz. Hier rechts, unter einer Eiche, eine Bank die zu einer kurzen Rast einlädt und noch einmal einen Blick über Tal und Wiesen erlaubt.

Am Waldrand nach links und nach kurzer Wegstrecke nach rechts in den Wald hinein. Nachdem es zuvor kräftig und schweißtreibend aufwärts ging, geht es nun sanft bergab. Hinter der nächsten Wegkreuzung links, die Skulptur eines Luchses. Geradezu detailliert mit der Motorkettensäge aus einem Baumstumpf herausgearbeitet, eine echte künstlerische Leistung. Nur der Anblick eines freilebenden Luchses wäre noch  schöner. Aber man kann ja im Leben nicht alles haben und das wäre noch seltener als ein Sechser im Lotto.

Den Weg weiter sanft abwärts wandern wir durch einen wunderschönen  Mischwald und erreichen nach ca. 2,5 km den Weiler Schießhaus. Links vor uns hinter einer großen Wiese das Forsthaus Schießhaus. Drei kleine Unterstände am Wiesenrand ermöglichen eine ausgiebige Rast. Weit geht der Blick über die Wälder des Sollings.

An der Kreuzung nach links und hinter den Häusern den Asphaltweg abwärts nehmen, immer der Ausschilderung "Waldmühle" nach. nach wenigen Metern sehen wir links im Tal die ersten Gebäude der Waldmühle. Früher eine beliebte Ausflugsgaststätte macht das Gebäude heute einen verwahrlosten Eindruck. Das Dach ist noch mit rotem Sollingschiefer eingedeckt. Eine Dachdeckung die früher im Oberweserraum weit verbreitet war.
 

Durch das Hassel- und Nagelbachtal  zur "Dicken Eiche"


Wer den Rückweg nach Hellental abkürzen möchte, geht geradeaus weiter und folgt zunächst der Ausschilderung "Silberborn" und später "Hellental". Allerdings verzichtet er dann auf das Hasselbachtal, doch dazu später mehr. Auch befindet sich hinter der Bachbrücke ein Rastplatz mit Schutzhütte und einer Quellfassung. Ansonsten nach rechts in das Hasselbachtal. Wem der breite Forstweg nicht naturnah genug ist, geht über die Brücke bis zur anderen Wiesenseite und kurz hinter dem Waldrand den kaum zu noch erkennenden und zugewachsenen Weg rechts ab.

Allerdings ist dieser Weg von tiefen Fahrspuren durchzogen, teilweise mit kniehohem Gras bewachsen, mit Totholz übersät, z.T. zugewachsen und von Wildschweinen zerfurcht. Weil der Forstweg wegen Forstarbeiten gesperrt war, mußte ich diesen Weg ein Stück weit benutzen, es war eine Tortur. Sozusagen eine Torturtour. Überhaupt sind viele in den Karten verzeichneten Wege aus diesen Gründen nicht oder kaum nutzbar und teilweise nicht einmal zu finden.

Das Hasselbachtal ist ein wunderschönes Wiesental, Wald-umsäumt, mit Gehölzgruppen und Einzelbäumen durchsetzt macht das Wandern hier richtig Freude. Achten Sie dabei, nach längerer Trockenheit, auf den Bach. Zunächst noch munter über Stock und Stein dahin hüpfend, nimmt sein Wasser immer mehr ab. Bis nur noch eine schmale Schotterrinne in den Wiesen seinen Lauf erkennen läßt. Nach ungefähr 3 km dann links am Weg auf einmal ein kräftiges glucksen und murmeln. Breit und kräftig fließt der Bach dahin um dann wieder immer weniger zu werden. Wenn unser Weg nach zwei weitern Kilometern über eine Brücke auf die andere Uferseite führt, ist von dem Wasser schon wieder nichts mehr zu sehen.

Hier bei der Brücke steht auch eine kleine Schutzhütte. Ignorieren Sie sie, denn nach einem Kilometer weiter, an der Einmündung des Nagelbaches, gegenüber der Niemannschen Villa, steht eine viel bessere Schutzhütte, die auch noch einen einen herrlichen Ausblick in die Wiesentäler ermöglicht.

Nun nach links in das Nagelbachtal. Ging es bisher immer nur bergab, so geht es nun bergauf. Nicht etwa kurz und steil, nein, allmählich aber stetig geht es jetzt Kilometer um Kilometer bergan. Die Wiesen haben uns nun auch verlassen und am Wegesrand blühen unter anderem zahlreiche Disteln, umschwärmt von unterschiedlichen Insekten und Waldschmetterlingen. Wie den Kaisermantel, Dukatenfalter, Pfauenauge, Kleiner Heufalter, Schachbrett oder der Waldweißling umflattern die Blüten von Disteln und Dost und tun sich an ihnen gütlich.

Ca. 3 km weiter geht rechts der Wanderweg nach Mühlenberg ab. etwa 100 m weiter dann links in einem Fichtenbestand die als Naturdenkmal ausgewiesene "Dicke Eiche". Eine wirklich impossanter Baum, oder was davon noch übrig ist. Wir wandern weiter geradeaus bis zum Querweg. Hier nach rechts und an der Wegkreuzung nach links. 
 

...und zurück zu unserem Ausgangspunkt


Wer geglaubt hat, der Anstieg wäre vorbei, sieht sich entäuscht. Es geht weiter aufwärts. Zwar nur noch gemählich, aber immerhin aufwärts. Nach zwei Kilometer ändert der Weg seine Richtung nach Süden und führt dann in einem weiten Linksbogen zu einem Querweg. Jetzt nach links und am nächsten Querweg nach rechts der Ausschilderung Hellental folgen (von links kommt der Weg von der Waldmühle her). Hier abwärts über die Wegkreuzung bis zum Wegestern.

Hier nicht der  Ausschilderung Hellental folgen,  (dieser Weg führt ausschließlich durch Wald und ist ziemlich reizlos) sondern dem Weg nach rechts, der in einem Linksbogen abwärts bis zu einem Querweg führt. Jetzt links und nach wenigen Metern nach rechts und wieder links. Der Pfad geradeaus führt in Serpentinen abwärts zum Fahrweg an der Helle. Auch ein sehr schöner Wanderweg (siehe meine Tourenbeschreibung "Hellental - Silberborn - Hellental").

Wir wandern nun in Richtung Nord-Ost zwischen dem Waldrand und den unter uns befindlichen Wiesen dahin. Der Blick  über Wiesen und Tal ist einfach phantastisch und ein schöner Abschluß unserer Wanderung. Etwa 5 km wandern wir so dahin, bis unser Weg auf den Fahrweg trifft. Nun nur noch 100m und wir haben unseren Ausgangspunkt wieder erreicht.
 

Nützliche Hinweise und Informationen


 
 
Anreise:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Nach Hellental: Mit dem Zug bis Stadtoldendorf und weiter mit VSN (Verkehrsverbund Südniedersachsen)Linie 543 bis Hellental, Lönskrug
 
Mit dem Auto
Aus Rg. Hannover oder Kassel: B3 bis Einbeck dann nach Dassel und weiter Rg. Stadtoldendorf bis Merxhausen. Hier links ab nach Hellental.
 
Aus dem Ruhrgebiet: B1 bis Paderborn weiter B 64 bis Stadtoldendorf und Rg. Dassel bis Merxhausen. Hier rechts nach Hellental.
 
Kartenmaterial:
Naturpark Solling‑Vogler
1:50 000
Niedersächsisches Landesverwaltungsamt
 Landesvermessung
ISBN 3‑89435‑618‑9


Ausreichend Verpflegung und Getränke mitnehmen. Es gibt keine Möglichkeit unterwegs einzukehren!!!
 

Unterkunft und Verpflegung
 
Lönskrug Hellental
Lönsstr. 2
37627 Hellental
Tel: 05564 - 20 03-0
Fax: 05564 - 2  0 03-29 
Öffnungszeiten - siehe Homepage
Sonstiges:
Einzige  Möglichkeit einzukehren ist der Lönskrug im Hellental. Vom Verfasser getestet und für sehr empfehlenswert empfunden.

 
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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig
 

letzte Änderung: 17.03.2017
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