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Elend - Tanne - Benneckenstein - Sophienhof (über die Benneckensteiner Wiesen)

Autor: Uwe Barthauer
Erstellt:04.06.2014
 

Elend - Tanne - Benneckenstein - Sophienhof

Über die Benneckensteiner Wiesen



Wandern

 
Dauer Jahreszeit
Straße Piste/Feldweg Wanderweg- pfad
22 km 6 - 8 Std. März - Okt.
 5% 20% 75%

Schwierigkeit

Höhendifferenz

Frequentierung

Unterkunft

Sonstiges
leicht gering - mäßig
gering Privat
schattige Wald- und Wiesenwanderung


»Legende«

Von Elend, am südlichen Fuß des Brockens gelegen, führt diese Wanderung auf z.T. schmalen Pfaden durch das ehemalige Sperrgebiet der DDR und über die Tanner und Benneckensteiner Bergwiesen mit ihrer außerordentlich vielseitigen Bergflora. Eine Wanderung die besonders im Frühsommer, zur Zeit der Wiesenblüte, ihren ganz besonderen Reiz hat
. So blühen hier u.a. Trollblume, Bärwurz, Schlangenknöterich, Bergwohlverleih und das breitblättrige Knabenkraut.

 
Zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Benneckensteiner Wiesen
  • Kleinste Holzkirche Deutschlands in Elend
  • Tanner Wiesen
  • Hochmoor und Torfstich
  • Breitbl.Knabenkraut (Dactylorhyza majalis)
  • Trollblume (Trollius europaeum)
  • Blick zu Brocken und Wurmberg
  • Dreiherrenstein Preußen - Braunschweig - Hannover
  • Harzer Schmalspurbahn
  • Haltepunkt Sophienhof

Hier Wanderkarte


Elend - Tanne - Benneckenstein - Sophienhof     
 

Von Elend nach Benneckenstein


Hier im mittleren Harz, wo sich dunkle Fichtenwälder mit  Laubwäldern, Erlenbrüchen, Niedermooren und weiten Bergwiesen mischen, liegen, unweit der früheren innerdeutschen Grenze, von weiten Wiesen umgeben Orte wie Elend, Tanne oder Benneckenstein. Vor allem im Frühsommer vor der ersten Mahd ist eine Wanderung über die blühenden Wiesen ein herrliches Erlebnis.

Wir beginnen am Bahnhof in Elend, wenden uns der Straße zu und hier nach links bergab. Am Kreisel rechts nach Braunlage, über die Straße und den Weg über die Wiese auf die Kirche zu. Es ist die kleinste Holzkirche Deutschlands. Sie sehen, wir haben im Harz nicht nur die größte deutsche Holzkirche (Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal-Zellerfeld) sondern auch noch die kleinste. Besonders interessant; der auf Rollen gelagerte verschiebbare Altar. Dann wäre da ja auch noch die Stabkirche in Hahnenklee. Aber das ist ein anderes Kapitel.

An der Kirche, vor den Häusern nach rechts, über die Brücke der Kalten Bode,  nach links aufwärts zur B 27 und aus Elend hinaus. In der Rechtskurve geradeaus und den rechten der beiden Wege nehmen. Ausgeschildert ist: "Alter Tanner Weg" und die Markierung ein gelber Punkt. Von dem einst vielbegangen breiten Weg ist nicht mehr übrig geblieben als ein schmaler mit Gras bewachsener und von Wurzeln übersäeter Pfad, der sich unter den Fichten dahin zieht.

Immer der Markierung und der Ausschilderung Tanne nach, kreuzt unser Pfad einen breiten Forstweg und den Spielbach. Ignorieren Sie alle weiteren kreuzenden Wege. Selbst da, wo sich hinter einer Wegekreuzung ein Tümpel befindet. Der Pfad führt aufwärts um den "Rauhen Jakob" (586m) herum, bis zu einem Forstweg, der zum Gr. Allerbach abwärts führt. Rechts unter uns fließt der Bach durch einen Erlenbruch. Der Gr. Allerbach bildete einst die Grenze zwischen Preussen und Braunschweig. Über den Querweg und den Allerbach, vorbei an den Forsthütten und wieder bergauf. An der Weggabelung halb links und nicht geradeaus in den Hohlweg. Der Wegweiser ist oberhalb vor der Dickung an einem Baum angebracht  und von hier unten schlecht zu sehen.

Über die kleine Kuppe und den Kl. Allerbach, der hier durch Niedermoor und Erlenbruch dahin fließt, überqueren und leicht bergauf bis zum Waldrand. Vor uns die Tanner Wiesen. Blühende Bergwiesen umsäumt von dunklen Wäldern, dazu ein blauweißer Himmel über den die Wolken ziehen, es ist einfach nur schön.

Eine Schutzhütte und ein Rastplatz am Wiesenrand laden zu einer Erholungspause ein. Geradeaus über die Wiesen und durch ein kleines Waldstück bergab nach Tanne hinein. Immer abwärts bis zur B 242 und hier nach rechts bis zu der nach Benneckenstein führenden Straße. Hier links, über die Bodebrücke und Richtung Benneckenstein. Hinter der Rechtskurve, am Waldrand, in den Weg links abbiegen und am Bach, zunächst noch zwischen Wald und Wiesen aufwärts, um dann ganz in dem Wald dahin zu wandern.

Rechts ein kleiner Teich in dessem dunklen Wasser sich die Fichten mit den weißen Wolken im Wettbewerb um das schönere Abbild spiegeln. Kurz vor dem Scheitelpunkt rechter Hand ein kleines Hochmoor mit einem Torfstich direkt am Weg. Oben am Querweg, es ist die "Lange", ein kurzer Schlenker links und gleich wieder rechts. Die Lange bildet die Wasserscheide zwischen der Rapp- und der Warmen Bode, und erstreckt sich von Benneckenstein bis Rübeland ohne nennenswerte Steigungen. Wie gesagt, rechts über den Forstweg und aus dem Wald hinaus.

Vor uns erstrecken sich die Benneckensteiner Wiesen. Weit geht der Blick über das Tal zu den jenseitigen Höhen. Halb rechts die Stadt Benneckenstein, die bis 1989 im Sperrgebiet lag und heute die südwestlichste Kommune Sachsen-Anhalts ist. Unweit von hier ist auch das Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen.
 

...weiter nach Sophienhof


Die Benneckensteiner Wiesen sind bekannt für ihre außergewöhnlich artenreiche Flora. Es sind die größten zusammenhängenden  Bergwiesen im Harz und werden mit Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt gepflegt und erhalten. Solche vom Menschen geschaffenen vielfältigen Lebensräume für Fauna und Flora sind auf die menschliche Nutzung und Pflege angewiesen. Wozu auch der Erhalt des "Roten Harzer Höhenviehs", eine beinahe ausgestorbene Rinderrasse, beiträgt. Heute ist das Mehrnutzungsrind wieder gelegentlich anzutreffen. Allerdings fehlt vieler Orts noch das "fröhliche Geläut",  von dem Heinrich Heine auf seiner Harzreise berichtete. Ich hatte seinerzeit das Vergnügen, auf einer Wanderung durch das Selketal, diesen alten fröhlichen Klang hören zu dürfen.

Den Weg bergab bis zu dem Gleis der Harzer Schmalspurbahn und links an ihm entlang bis zum Bahnübergang. Über die Schienen und an der zweiten Straße nach rechts . Es ist die Zollhäuserstraße und auf ihr in Richtung Stadtmitte. Am Friedrich-Ebert-Platz nach rechts und vor der Kirche nach links in die "Klippe" über die Kreuzung in den "Mühlenhof" und weiter bis zum "Töpfermarkt". Jetzt nach links in die "Nordhäuserstraße" und aus Benneckenstein hinaus. immer der Auschilderung "Abzweig Sophienhof"  nach und  an der Einmündung Jahnstraße links auf dem Asphaltweg nach Süden.

Am Hotel und Restaurant Harzhaus vorbei bis zum Waldrand, wer durstig oder hungrig ist kann in diesem gut geführten Haus einkehren und bei schönem Wetter auf der Terrasse Platz nehmen, nun nach links. Genießen Sie dabei den Blick über Benneckenstein mit seinen Wiesen, auf denen hier Trollblume (Trollius europaeum), das breitblätterige Knabenkraut (Dactylorhizza majalis), der Bärwurz (Meum athamanticum) und vieles andere mehr großflächig blüht. Von Ferne grüßen verblauend die höchsten Berge des Harzes, Brocken und Wurmberg, die nun wieder für alle frei zugänglich sind.

Man möchte ewig so weiter wandern. Genießen Sie aber bitte den Blick vom Weg aus. Wiesen sind nun einmal keine Rasenflächen und sehr trittempfindlich, und was herunter getreten wurde, richtet sich auch nicht wieder auf. Zumal viele dieser Pflanzen auch noch unter Artenschutz stehen.

Nach dem Waldrand weiter abwärts zwischen den Wiesen bis zum jenseitigen Waldrand und hier nach rechts. Durch den Wald bis zum "Krugbergwasser" - einem kleinen Bachlauf - und hinter dem Bach nach links. Nun immer geradeaus über die Wegkreuzung bis zu dem Gleis der Harzer Schmalspurbahn und nach rechts an dem Gleis entlang. Die Markierung hier: Ein roter Punkt; und achten Sie auf die Ausschilderung "Dreiherrenstein". Nach etwa 500 m links, jenseits des Gleises, das Schild "Dreiherrenstein". Vorsichtig!!! über das Gleis (es ist kein Bahnübergang und eigentlich verboten) und auf dem Pfad nach rechts bis zum Dreiherrenstein, dem alten Dreiländereck zwischen Preussen - Braunschweig - Hannover.

Heute ist hier die Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen und damit sind wir im nördlichsten Zipfel Thüringens. Der hannoversche Kreis Ilfeld kam nach 1866 zu Preussen und nach 1945 zu Thüringen. Der hiesige braunschweigische Kreisteil Blankenburgs wurde nach der deutschen Teilung dem Ldkr. Wernigerode zugeschlagen. Während der niedersächsiche Teil, mit der Kreisstadt Braunlage, bis 1973 den "Restkreis" Blankenburg bildete. Benneckenstein, bis 1741 teils schwarzburgisch (Schwarzburg-Sondershausen) - teils preussisch, war zwischen 1945 und 1852 thüringisch und wurde dann (nach Auflösung der DDR-Länder) dem Bezirk Magdeburg und damit dem Ldkr. Wernigerode zugeordnet.

Über die Schienen zurück und weiter nach links bis zum Bahnübergang. Hier der Ausschilderung nach rechts über eine kleine Anhöhe bis zu einem Querweg. Nun über den kleinen Bach und zunächst noch in Kurven aufwärts wandern wir hier durch einen Mischwald bis rechts die Sophienhofer Wiesen sichtbar werden. Am Querweg - links ein kleiner Weiher - nach rechts und nach Sophienhof hinein. Hier im Braugasthof "Brauner Hirsch" können wir unsere Kräfte für den Heimweg wieder stärken. Dafür zurück und an dem Weiher vorbei bergab bis zum Haltepunkt der Schmalspurbahn, von wo aus wir die Rückfahrt antreten können.
 

Nützliche Hinweise und Informationen



Anreise

Mit dem Pkw:


B 27 bis Elend
B 4 oder B 242 bis Braunlage und weiter über B 27 bis Elend

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit Bahn bis Wernigerode respektive Nordhausen und weiter mit HSB.
Hier Fahrplanauskunft

Von Braunlage besteht eine Busverbindung (Linie 257) über Elend nach Wernigerode
.
Hier Fahrplanauskunft

Kartenmaterial

Naturpark Harz Blatt 1
1:50 000
Medienagentur Geomap
ISBN: 9783933671-08-6




 

Unterkunft und Verpflegung


 
Hotel und Restaurant 
"Waldmühle"
Braunlager Straße 15
38875 Elend
Fax: 03 94 55/5 88 32
Telefon: 03 94 55/5 12 22 
E-Mail: Hotel.Waldmuehle@t-online.de
Hotel und Restaurant
"Harzhaus"
Am Heringsbrunnen 1
38877 Benneckenstein
Tel. 39457-940
Fax 39457-94499
E-Mail: info@hotelharzhaus.de
 
Braugasthof
"Brauner Hirsch"
Dorfstraße 42
99768 Sophienhof
Tel.(036331) 481 44
Fax (036331) 47 682
info(@)braunerhirsch-sophienhof.de

Sonstiges:


Waldknigge oder wie man sich im Wald verhält!!!

Höret!  Es gibt nichts totes auf der Welt - hat alles sein Verstand - Es lebt das öde Felsenriff - es lebt der dürre Strand - Lass Deine Augen offen sein - geschlossen Deinen Mund - und wandle still - Dann werden Dir geheime Dinge kund - Dann hörst Du was der Rabe ruft - und was die Eule singt - In jedes Wesen Stimme Dir - ein lieber Gruß erklingt.
Hermann Löns
                                                                                                                       
 
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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig
 

letzte Änderung: 21.12.2015
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