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Burg Lichtenberg - Oelber a. weißen Wege - Burg Lichtenberg

Autor: Uwe Barthauer
Erstellt: 14.02.2016

 

Burg Lichtenberg - Oelber a. weißen Wege - Burg Lichtenberg

Auf dem Calenberg - Harz Weg


Wandern

 
Dauer Jahreszeit
15 km 4-6 Std.
 
März - Okt.
Straße Forst- Feldweg Wanderpfad
10% 50% 40%
Schwierigkeit Höhendifferenz
leicht leicht
Frequentierung Unterkunft Sonstiges
niedrig privat
überwiegend schattige Waldwanderung


»Legende«

Von Bad Harzburg bis Nordstemmen /Leine führt der Calenberg - Harz Weg über die Hügel des nördlichen Harzvorlandes und weiter bis Bad Nenndorf als Calenbergweg. Ein wesentlicher Teil führt hier über die Hügel des Salzgitter - Höhenzuges. Durch Buchenwälder auf kaum begangenen einsamen Wegen geht er über die Kämme dieser Höhen. Burgen und Schlösser liegen an seinem Weg und viele seltene Pflanzen finden hier auf den Kalk-Lößböden ihren Standort. So auch hier zwischen den Ruinen der Burg Lichtenberg und Oelber am weißen Wege mit seinem Renaissanceschloss.


 
Zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Burg Lichtenberg
  • Grüne Nießwurz (Helleborus viridis)
  • Gaußstein
  • Wanderpfad
  • Schloss Oelber
  • St. Annenkirche
  • Mausoleum v. Cramm
  • Burgbergblick
  • Vorwerk Altenhagen


 

Hier Wanderkarte

Burg Lichtenberg - Oelber a. w. Wege - Burg Lichtenberg

Von Burg Lichtenberg nach Oelber a.w.Wege


Ich mag diese kaum bekannten Wanderwege wie z.B. den Calenberg-Harz Weg oder den Harz - Hildesheim Weg. Weitgehend unbekannt, wenig begangen, fast menschenleer und oft nur schmale Pfade ziehen sie über die bewaldeten Hügel dahin. Waldesrauschen, Vogelgesang,  Einsamkeit und Natur sind Trumpf. Allerdings muss dann aber auch eine schlechte Infrastruktur in Kauf genommen werden. Schlechte Beschilderung, mangelnde Gastronomie und unzureichende Verkehrsverbindungen sind (vor allem an den Wochenenden) Standard.

Wir beginnen am Parkplatz vor der Burg und folgen der Ausschilderung Hohe Warte - Wartberg - Gaußstein nach Westen. Wer mit dem Bus anreiste geht von der Endhaltestelle Prunzelberg die Straße Prunzelberg aufwärts bis zum Altenheim, hier links und gleich wieder rechts der Ausschilderung "Fußweg zur Burg" nach. Der Pfad windet sich in Serpentinen bergauf bis zum Parkplatz. Wie gesagt rechts nach Westen immer der Markierung des Calenberg - Harz Weges, dem kopfstehenden "T" ähnlichen Zeichen, nach. 

Noch ist zu dieser Zeit nichts vom Leberblümchen zu sehen und auch der Aronstab steckt gerade seine Blattspitzen aus dem Laub, da ist hier am Südhang des Berges die Grüne Nieswurz  schon voll in Blüte. Die Grüne Nieswurz (Helleborus viridis) eine nahe Verwandte der Christrose (Helleborus niger) ist genau wie diese, so eigenartig es auch klingt, in der Lage ihre Blüten zu "beheizen". Es ist das größte Vorkommen nördlich des Harzes. Lassen Sie sie bitte in Ruhe. Erstens ist sie geschützt und zweitens - wie viele Hahnenfußgewächse - auch noch giftig.

Unser Pfad führt in Stufen zwischen zwei Kuppen aufwärts. Rechts die Stufen führen zum Gaußstein. Gehen sie ruhig hinauf, nehmen Ihre Wanderkarte in die Hand und gedenken des großen Braunschweiger Mathematikers Carl Friedrich Gauß, ohne den Ihre Wanderkarte nicht das gedruckte Papier Wert wäre. Hier an dieser Stelle entwickelte er die Grundlagen der trigeometrischen Landesvermessung mit Hilfe des von ihm erfundenen Heliotrops und eines Theodoliten. Hier begann er auch die Landesvermessung des Herzogtums Braunschweig, der später die Vermessung des Königreiches Hannover vom Hohen Hagen bei Dransfeld (nördlich von Hann. Münden) aus folgte. Schon als neunjähriger Knabe entdeckte er die nach ihm benannte Gaußsche Summenformel. Sie wissen doch, die Addition aller Zahlen von 1 bis 100. Es sind genau 5050, Sie können es gerne nachrechnen. Sie können dabei viel Zeit aufwenden oder die Summenformel benutzen

Bevor ich Sie hier noch mit meinen rudimentären mathematischen Kenntnissen  langweile...(etwas mehr als das kleine Einmaleins ist schon noch hängen geblieben) wandern wir lieber weiter. Nach links die Stufen aufwärts und dem Pfad auf den Kamm folgen. Unter Buchen geht es immer auf dem Kamm entlang.

Der Pfad geht nun links abwärts, bis zu einem Forstweg. Hier ein kurzes Stück rechts und nach wenigen Metern nach halblinks weiter abwärts. Achten Sie auf die Markierung! Unser Pfad geht bergab bis zu Straße. Hier rechts und nach wenigen Metern am nächsten Weg links. Bei der Bank teilt sich der Weg. Wir gehen links Richtung "Hohe Warte" und nach dem Rechtsbogen rechts der Markierung auf dem schmalen Pfad aufwärts folgen. Unter mächtigen Buchen mit ihren silbernen Stämmen wandern wir über die Kuppe der Hohen Warte.

Auf einmal ein Spitzgraben quer über den Weg und ein Grenzstein der die frühere Landesgrenze zwischen Hannover und Braunschweig markierte. War aber wie alle Grenzbefestigungen der Vergangenheit ziemlich sinnlos. Der Limes hielt nicht stand, die Chinesische Mauer wurde überrannt und der Westwall sowie der "Antifaschistische Schutzwall", der noch 100 Jahre stehen sollte, sind auch nur noch Geschichte. Nun halb links abwärts bis zum Forstweg, dem wir nach Westen folgen.

...zurück zu unserem Ausgangspunkt

 
Kurz bevor links vor uns der Waldrand sichtbar wird, den nach rechts abbiegenden Wanderweg nach links auf dem Pfad verlassen. Schmal und in Serpentinen geht es nun unter alten mächtigen Bäumen - Buchen und Eichen - bergab. Links die mit Fichten bewaldete Kuppe ist der Standort einer alten Wallburg. Am Waldrand vor uns Oelber am weißen Wege. Weit ragt der Bergfried des Schlosses über die Häuser hervor.

Nun ein kleiner Schlenker rechts und links den Weg abwärts. In Oelber dann nach links in die Strasse einbiegen und bis zur Kreuzung. Vor uns die Wirtschaftsgebäude des Gutes. Gehen Sie jetzt nach rechts bis zur links abgehenden "Schlossstraße", gleich hinter den Wirtschaftsgebäuden. Dort wo die Straße rechts abknickt, haben Sie einen wunderbaren Blick zu Schloss und Park. Rechts oben am Berghang die St. Annen Kirche und das Mausoleum derer von Cramm. Die Kirche ist eine Patronatskirche.

An der Nordwand sind mehrer Epitaphe derer v. Cramm. Auf dem Privatfriedhof befindet sich auch das Grab des legendären Tennisbarons Gottfried von Cramm, dem "Boris Becker" der dreißiger Jahre und dem neben Max Schmeling bekanntesten Sportler dieser Epoche. Neubegründer Des Deutschen Tennisbundes 1945 und völlig unverdächtig irgend etwas mit den braunen Verbrechern dieser Zeit zu tun gehabt zu haben. Bleiben Sie an der Pforte stehen und erweisen Sie ihm Ihre Reverenz.

Zurück zur Kreuzung, der Straße Richtung Lichtenberg folgen. Leider müssen wir ein Stück auf der Strasse laufen. Beim z.T. verlandeten "Großen Teich" links, an der Bushaltestelle, dem zunächst noch asphaltierten Weg rechts und am Gehöft vorbei, bis zum Waldrand. Jetzt links und kurz vor dem Waldende rechts bergauf. Am Querweg dann wieder links. Jetzt immer am Waldrand bleiben. Der Blick geht über Felder und Wiesen hinüber zum Salzgitter Höhenzug. Im Westen sind die Hainberge sichtbar. Achtung an der Stelle, wo sich der Weg aufteilt. Bleiben Sie am Waldrand. Selbstverständlich können Sie auch den Weg durch den Wald benutzen, müssen dann aber am Ende quer durch die Botanik und dem Fichtengehölz und sich hier eine Gelegenheit abwärts zum Waldessaum suchen. 

Nun immer nach Osten. Links sind die Gebäude des ehem.  Vorwerks Altenhagen zu sehen. Am Querweg vor dem Waldrand nach links und auf das Vorwerk zu. Bei den Fischteichen auf der Straße weiter bis zu der vor uns liegenden Gebäuden Richtung Strasse Oelber - Lichtenberg. Die alten Bauwerke behergen heute eine eine Einrichtung des BUND-Salzgitter. Eine Informationstafel informiert über die Projekte.

An der Straße nach rechts Richtung Lichtenberg und  den Waldweg links, nun der Ausschilderung Burg Lichtenberg bergauf bis zur Burg folgen und wir haben wieder unseren Ausgangspunkt erreicht und können in dem Burgrestaurant unseren Durst löschen und die verbrauchten Kalorien ergänzen.
 

Nützliche Hinweise und Informatione


 



Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit Zug oder Bus bis Salzgitter-Lebenstedt Bahnhof und weiter mit Buslinie 619 Richtung Prunzelberg
Aus Hannover oder Hildesheim: Mit dem Zug bis Baddeckenstedt (Hildesheim - Goslar)

Hier Fahrplanauskunft

Verbundtarif Region Braunschweig (VRB)Niedersachsen- und Schönes-Wochenende-Ticket werden anerkannt

Mit dem Pkw
A39 bis Ausfahrt 42 SZ-Lichtenberg und weiter Richtung Oelber a.w. W. Auf der Höhe rechts der Ausschilderung "Burghotel"folgen



Kartenmaterial L 3928 Salzgitter 1:50 000
Landesvermessung und Geoinformation Niedersachsen
 


Unterkunft, Einkehr und Verpflegung
 
Waldhotel Burgberg
Burgbergstraße 147
38228 Salzgitter
Tel.:5341-8666260
Lichtenberger Hof
Burgbergstraße 54c
38228 Salzgitter
05341-85170 
 
Sonstiges:

Bei Anreise über Baddeckenstedt:
 

Nach dem Aussteigen wenden wir uns am Bahnhofsgebäude nach Osten und folgen der Straße ein kurzes Stück bis zum italienischen Restaurant. Dort biegen wir nach links ab in die Straße Am Rasteberg, an deren Ende es neben dem Naturschutzgebiet „Steinbruch Baddeckenstedt“ auf einem Treppenweg weiter aufwärts geht.

Am Ende des Treppenwegs gleich nach links auf die Wiese, an der Bank aber wieder nach rechts und auf dem Pfad weiter hinauf auf den Rasteberg. An der 2. „Pfadkreuzung“ erneut nach rechts und an der Bebauungsgrenze entlang auf einem schönen Fußweg Richtung Osten. Links bietet sich an einer Weide bald ein Blick auf Oelber am weißen Wege, das unten im Tal liegt, mit dem unübersehbaren Bergfried. Kurz danach geht es in den Wald und später entlang einer schmalen Lichtung weiter nach Osten. Hier kann man sich früh im Jahr an Kolonien von Märzenbechern erfreuen, das aber bitte nur vor Ort: sie stehen unter Naturschutz!

Rund 1,3 km nach den letzten Häusern von Baddeckenstedt treffen wir auf einen Weg, der von links hinten kommt und den Beginn einer Wegespinne aus 5 Wegen darstellt. Wir nehmen den, der halblinks abzweigt und auf ein Sportplatzgelände zuläuft. Zur Umgehung dieses Geländes zweigt kurz davor, erneut halblinks, ein schmaler Pfad ab, auf dem es anfangs etwas abenteuerlich leicht abwärts geht, der aber schon nach rund 200 m wieder auf einen breiten Forstweg trifft, dem wir nach rechts ein Stück bergauf folgen. Auf der großen Freifläche vor den zum Sportplatz gehörenden Gebäuden wenden wir uns nach links und wandern leicht bergab bis zum Waldrand.

Zurück ab Oelber:

Von hier weiter auf der Straße unterhalb der Kirche, der Heinrich-Kinkel-Straße, in Richtung Westen bis zur Straße Kirchkamp, in die wir einbiegen. Wo diese einen leichten Schwenker nach links macht, wndern wir nach recht in die Feldmark. Bald knickt der Weg nach links ab und führt uns aufwärts, am Sendemast vorbei, zum Waldrand, wo wir ihn rund 100 m nutzen. Dann nehmen wir den Pfad, auf dem es halblinks wieder aufwärts geht. Wenig später stoßen wir dann auf den Weg, auf dem wir zu Beginn der Wanderung gekommen sind: es ist nicht mehr weit zum Bahnhof.

Zur Verfügung gestellt vom Wanderfreund Reinhard Zwirner. Danke Reinhard!



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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig
 

letzte Änderung: 20.03.2016
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