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Auf dem Salzgitter-Höhenweg (Salzgitter Lichtenberg - Salzgitter Bad)

Autor: Uwe Barthauer
Erstellt: 12.11.2014
 

 

Auf dem Salzgitter-Höhenweg

Salzgitter Lichtenberg - Salzgitter Bad


Wandern

 
Dauer Jahreszeit
Straße Piste/Feldweg Wanderweg- pfad
14 km 4-6 Std. ganzjährig
> 10% 40% 50%

Schwierigkeit

Höhendifferenz

Frequentierung

Unterkunft

Sonstiges
mittel niedrig
niedrig privat überwiegend schattige Waldwanderung


»Legende«
 
Im Süden Salzgitters erstrecken sich fast rechtwinklig - SW-NO und NW-SO - mehrere teils namenlose Hügelketten, die unter dem Namen Salzgitter-Höhenzug zusammen gefaßt sind. Über ihren Kämmen verläuft z.T. ein wunderschöner schmaler Wanderpfad über "Stock und Stein" durch herrlichen Buchenwald. Besonders im Frühling oder im Herbst eine abwechslingsreiche Wanderung mit vielen Fernsichten.

 
Zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Burgruine Lichtenberg
  • Burggaststätte & Hotel
  • Blide Burg Lichtenberg
  • Blick nach Salzgitter
  • Blick über SZ-Gebhardshagen und NSG Heerter Teiche
  • Bismarkturm SZ-Bad

Hier Wanderkarte


Salzgitter Lichtenberg - Salzgitter Bad

 

Die Burg Lichtenberg


Wenn am Ende des Jahres die Tage kürzer werden, so passen sich auch die Touren der Tageslänge an. Wohnortnahe Gebiete die kürzere Wanderungen erlauben, aber nicht minder reizvoll sind, kommen dann zu ihrem Recht. Wenn im Spätherbst die letzten Sonnenstunden das restliche Laub golden aufleuchten lassen, oder die Bäume schemenhaft durch den Nebel schimmern und die gefallenen Bätter zu Füßen raschelnd duften, ist die Zeit für besinnliche Wanderstunden gekommen. Auch wenn Chr. Morgenstern meint und in seinem Gedicht Novembertag schreibt: "...ohne  Not geht keiner aus".
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Im Süden der Stadt Salzgitter erheben sich, teilweise begrenzt von den Landkreisen Goslar und Wolfenbüttel, mehrere Hügelketten, die unter dem Namen Salzgitter-Höhenzug zusammen gefaßt sind. Einen Namen trägt nur die westliche Hügelkette zwischen Baddeckenstedt und Salzgitter-Gebhardshagen, die Lichtenberge. Gekrönt von den Resten der hochmittelalterlichen Höhenburg Lichtenberg, die auch dem zu ihren Füßen liegenden Stadteil den Namen gab.

Wir beginnen unsere Wanderung in Salzgitter-Lichtenberg an der Bushaltestelle Prunzelberg. Endstation der Linie 619, doch dazu später unter nützlichen Hinweisen und Informationen mehr, gehen die Straße Prunzelberg aufwärts, bis zu dem Wanderparkplatz links. Über den Parkplatz und den Grasweg, es ist die alte Straße Altenhagen-Lichtenberg, die frühere "Nußbaumstraße" wie uns eine Informationstafel verrät, aufwärts bis zur Straße. Links ein Aussichtspunkt, der sogenannte Salzgitter-Balkon, der einen ersten Vorgeschmack auf weitere Aussichten bietet.

An der Straße, gegenüber dem Parkplatz - bei den Treppenstufen, der Ausschilderung "Burg Lichtenberg - Gaußstein" nach rechts bergauf folgen. Nach ca. 400 m dann die Wälle und die Mauerreste der Burg, überragt von dem Bergfried und Aussichtsturm. Es ist ein Nachbau aus dem Jahr 1900 des 1861 eingestürzten Bergfrieds, errichtet von dem Burgverein und wurde mit dem gleichen sechseckigen Grundriß auf den Fundamenten erbaut. Der Aussichtsturm ist täglich ab 12:00 Uhr geöffnet. Den Schlüssel dafür gibt es in der Burggaststätte.

Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert durch Heinrich den Löwen errichtet und  ausgebaut. Er und sein Sohn Otto (Otto IV.) nutzten sie um dem staufertreuen Goslar Schaden zu zufügen. Später verkam sie zu einem Raubritternest und wurde während des Schmalkaldischen Krieges am 29. Oktober 1552, nach achttägiger Belagerung durch Vollrad von Mansfeld eingenommen und vollständig zerstört. Nicht wieder aufgebaut, wurde sie als Steinbruch u.a. zum Bau der Domänengebäude genutzt.

Im 19.Jahrhundert erwachte das Interesse an den Burgen neu und so wurde 1892 ein "Verschönerungsverein der Burg Lichtenberg" gegründet, der sich 1995 als Förderverein Burg Lichtenberg e.V. neu etablierte. Einem seiner Mitglieder, Herrn Uwe Strack, verdanken wir auch den Nachbau einer Blide, die hier zu sehen ist.

Nachdem wir uns die Burg ausgiebig angesehen haben, den Weg wieder zurück zur Straße. Die an dieser Stelle unübersichtige Straße vorsichtig überschreiten, über den Parkplatz und den nördlichen Weg in Richtung Osten. Ausgeschildert ist u.a. "Höhenweg Salzgitter Bad".

Die Markierung unseres Weges, ist das kopfstehende "T" ähnliche Zeichen des Calenberg - Harz Weges.Allerdings ist die Markierung nur bedingt brauchbar. Da wo man sie nicht braucht, auf gerader Strecke, ist sie vorhanden, bei Abzweigungen ist sie fehlerhaft oder fehlt gänzlich. Darum aufpassen. Ich habe selten eine so katastrophale Beschilderung erlebt. Wer sich hier an die Beschilderung hält, kommt irgendwo an... nur nicht da wo er hin will. Oder es ergeht ihm so wie mir: Ich durfte einen Umweg laufen, aber bekanntlich führen ja alle Wege nach Rom.
 

Weiter über den Reihersee und Bismarkturm nach Salzgitter-Bad


Nach ca. 500 m dann das erste Problem. Unser Weg, eine breite Forststraße führt in einem weiten Bogen nach rechts. Halb links geht ein kaum zu erkennender Pfad ab. Nehmen sie diesen Pfad und nach 20 m dann tatsächlich eine Markierung. Ein schmaler schöner Pfad, der hier unter Buchen dahin führt. Am Querweg zeigt dann die Beschilderung "geradeaus" in Richtung Bäume.

Bevor Sie hier als "Lederstrumpf" durch die Wälder irren - gehen Sie lieber nach links auf den Waldrand zu. Werfen Sie einen Blick über Salzgitter und gehen jetzt am Querweg nach rechts. Nach ungefähr 100 m geht der breite Weg nach halblinks zu Tal. Wir nehmen den schmalen Pfad geradeaus aufwärts. Eine Tafel informiert über die hier vorkommenden Trochitenkalke. Trochiten sind die Glieder der Seelilienstiele, auch als Sonnenstein, Hexengeld oder Bonifatiuspfennig bezeichnet.

Wenige Meter dahinter, rechts an einer alten krüppligen Buche, tatsächlich wieder unsere Markierung. Links ein alter aufgelassener Steinbruch, in dem die Trochitenkalke abgebaut wurden. Wir werden später noch Gelegenheit haben, die hier vorkommenden Kalke und ihre unterschiedliche Entstehung in einem Aufschluss kennen zu lernen.

Am nächsten Querweg dann wieder das altbekannte Problem - keine Markierung. Bevor Sie hier eine Münze werfen oder sonstwie auf Fortuna hoffen, gehen Sie etwa 100 m nach rechts und den nächsten Weg links kräftig aufwärts. Und oh Wunder... wieder unsere Markierung. Zusätzlich ausgewiesen: "Adlerhorst - Herzberg". Der Weg führt zu nächst kräftig und dann allmählich aber stetig bergauf. Oben auf der Höhe am Adlerhorst, den nun abwärts führenden Weg nach rechts auf dem schmalen Pfad verlassen.

Was nun kommt, ist der Traum eines Wanderers, es ist einer der schönsten Abschnitte auf unserer Tour.  Kaum zwei Fuß breit geht er buchstäblich über Stock und Stein, mal steil - mal sanft, auf und ab, begleitet von knorrigen krüppligen Bäumen die hier Wind und Wetter trotzen. Dann der Höhepunkt! An der Schneise bei der Hochspannungsleitung geht es links steil abwärts. Weit geht der Blick über Gebhardshagen zu den Heerter Teichen. Früher die Klärteiche der Erzaufbereitung, sind sie heute als Naturschutzgebiete ausgewiesen und ein Vogelschutzgebiet von europäischem Rang. Man möchte hier fliegen können.

Unser Pfad führt abwärts zu einem breiten Forstweg. Hier nach links bis zur Straße. Vor der Straße links, gegenüber den Sportanlagen, der aufgelassene Steinbruch Gebhardshagen. Ich hatte Ihnen ja schon versprochen, daß wir noch etwas über die anstehenden Kalke erfahren. Nun hier im Steinbruch ist der Aufschluss. Bevor ich Sie jedoch mit Details langweile - hier der Link Steinbruch Gebhardshagen.

An der Straße nach rechts, unter der alten Brücke der früheren Erzbahn hindurch und gleich wieder nach links über die Straße. Jetzt am Waldrand leicht aufwärts und ca. 50 m weiter nach links der Ausschilderung "Reihersee" steil aufwärts folgen. Oben wieder auf dem Kamm den Pfad nach rechts. Links unter uns der Reihersee, auch er ein ehemaliger Klärteich - Klärteich II - der Erzaufbereitung und heutiges Naturschutzgebiet. Ein Ringwanderweg erschließt den See.

Von nun an immer auf dem Kamm den schmalen Pfad in südlicher Richtung folgen. Eine zeitlang begleitet uns noch der See. Auch hier wieder mehrstämmige und verkrüppelte Bäume, überwiegend Buchen, die sich den vom See herkommenden kalten Ostwinden entgegen stemmen. Nach 4 km dann vor uns der Bismarkturm mit dem gleichnamigen Restaurant. Der Turm ist einer von drei Bismarktürmen in Deutschland die eine eiserne Konstruktion besitzen.

An Gaststätte und Turm vorbei auf dem Pfad abwärts bis zur "Irenenstraße". Jetzt kommt der weniger angenehme Teil unserer Wanderung - wir dürfen Asphalt treten. Auf der Irenenstraße abwärts bis zur "Gablonzerstraße", hier nach rechts und die nächste Möglichkeit wieder links in die "Breite Straße" immer abwärts. An der "Helenenstraße" ein kurzer Schlenker rechts, über die Straße und auf der "Kniestedter Straße" bis zur "Braunschweiger Straße". Über dieselbe in die "Breslaustraße" und wieder rechts in "An die Erzbahn". Hier über den Parkplatz zum Bahnsteig Richtung SZ-Ringelheim. Wer nach Braunschweig oder mit dem Bus weiter will, geht durch den Tunnel zum  Bahnsteig nach Braunschweig bzw. zu den Bushaltestellen auf dem Bahnhofsvorplatz.
 

Nützliche Hinweise und Informationen




Anreise
Mit dem Pkw
A39 bis Ausfahrt SZ-Lichtenberg

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit Zug oder Bus bis Salzgitter-Lebenstedt Bahnhof und weiter mit Buslinie 619 Richtung Prunzelberg

Rückfahrt ab Salzgitter-Bad nach Salzgitter-Lichtenberg mit Bus 612/619

Hier Fahrplanauskunft

Verbundtarif Region Braunschweig (VRB)Niedersachsen- und Schönes-Wochenende-Ticket werden anerkannt

Kartenmaterial L 3928 Salzgitter 1:50 000
Landesvermessung und Geoinformation Niedersachsen
 


Einkehr, Verpflegung und Unterkunft


Gaststätte der Bismarkturm
Öffnungszeiten:
Mi - Fr ab 15:00 Uhr
Sa + So ab 11:00 Uhr
Mo + Di Ruhetag


Waldhotel - Restaurant Burgberg
Salzgitter-Lichtenberg
Burgbergstraße 147
Tel. 5341/8594-0

In Salzgitter stehen Unterkünfte verschiedener Kategorien zur Verfügung

 
 
Sonstiges:

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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig

letzte Änderung: 21.06.2016
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