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Am Hohnekopf (Dreiannen-Hohne - Steinerne Renne - Dreiannen-Hohne

Autor: »Uwe Barthauer
Letzte Aktualisierung: 21.01.2010
 

Am Hohnekopf

Dreiannen/Hohne - Steinerne Renne - Ottofelsen - Dreiannen/Hohne


Wandern

 
Dauer   Jahreszeit Straße 
Piste/Feldweg Wanderpfad-weg
6-7 Std.  18 km   März - Okt.      0% 
       0%         100%

Schwierigkeit 

Höhendifferenz 

Frequentierung

Unterkunft  

Sonstiges  
   mittel     mittel      niederig
    Privat  für Kinder geeignet


»Legende
 
Auf verwunschenen Pfaden geht es von Dreiannen-Hohne über die Steinerne Renne und den Ottofelsen zum Bahnhof Dreiannen-Hohne zurück. Immer wieder eröffnen sich weite Ausblicke in das Harzvorland. Genießen Sie eine Wanderung an der Nordseite des Hohnekopfs mit fantastischen Fernsichten über die norddeutsche Tiefebene und die wildromantische Steinerne Renne mit ihren geologischen Besonderheiten.
 
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  • Im Bahnhof Dreiannen-Hohne
  • Hornfelsschwelle
  • Wanderpfad
  • Hotel Steinerne Renne
  • Ottofelsen
  • Blick vom Ottofelsen
  • Karlshaus
  • Blick nach Wernigerode
  • Blick in das Drängebachtal

 

Wanderkarte


Steinerne-Renne-Dreiannen-Hohne-Steinerne-Renne-map-ads-de.pdf

 

Von Dreiannen-Hohne  zur Steinernen Renne

 

Diese Tour beginnt bei Dreiannen-Hohne, und zwar an dem Wanderweg gegenüber der Straßenkreuzung Wenigerode - Schierke -Elbingerode. Diesem folgen wir ca. 50 Meter Richtung Osten, um dann rechts in einen schmalen Wanderpfad nach Dreiannen einzubiegen. Nach dem Überqueren des Steges und dem Passieren eines rechts befindlichen Teiches umfängt uns der Hochwald. Die Wipfel raunen flüsternd im Morgenwind und erfüllen die Luft mit würzigem Harzduft.Weiter geht's in nördlicher Richtung.Wir überqueren einen Forstweg und folgen weiterhin dem schmalen Pfad, der bald darauf einen Hohlweg bildet, bis zur Hotelanlage Dreiannen.

Auf der Wiese vor dem Hotel nach links und am Waldrand nach rechts zwischen Hotel und Wald zum Bahnparallelweg. Am Bahnparallelweg auf diesen nach links in den Hochwald einbiegen und auf dem Weg an der Bahn bergab. Achtung: Immer rechts halten und oberhalb der Bahn bleiben! Nach ca. 500 m führt der Weg aus dem Wald heraus und wir blicken auf dem vor uns liegenden Hang.

Abgetretene Stufen, rechts am Hang oberhalb der Bahn, weisen darauf hin, das hier einer der beliebtesten Fotostandpunkte ist.Wer seine Zeiteinteilung mit dem Fahrplan der HSB abgestimmt hat, wird das Vergnügen haben, keuchende, unter gewaltiger Rauchentwicklung die Steigung hinaufstampfende Dampfzüge zu beobachten. Nachdem wir die Biegung hinter uns gelasssen haben, öffnet sich der Blick in das vor uns liegende Drängebachtal.

Bei tief stehender Sonne und Nebelschwaden auf der anderen Talseite ist der eigene überdimensionierte Schatten als "Brockengespenst" zu sehen. Weiter den Weg bergab immer wieder Blicke über Wernigerode. Kurz vor dem Bahnhof Steinerne Renne weist linker Hand eine Lore auf das Mundloch der König Friederich Grube hin.

 

Wo die Holtemme rauschend zu Tal fließt

  

Noch ein kurzes Stück bergab und vor uns fließt die Holtemme rauschend zu Tal. Vor der Brücke rechts am Bach bergauf. Achtung: Fließgewässer werden immer in Fließrichtung beschrieben! Von nun an geht es bergauf. Grausamkeiten soll man zwar immer zum Anfang begehen, und wer Wert darauf legt, kann hier mit der Tour im Wernigeröder OT Steinerne Renne beginnen.

Links sind einige Geräte aus der Zeit des Steinbruchbetriebes ausgestellt. Das hier anstehende Gestein ist die Grauwacke, ein Sediment, das anders als es der Name vermuten lässt durchaus nicht immer grau sein muss. Zum Beispiel ist Grauwacke, die Eisenoxyd enthält, rot. So am Ausgang des Selketales. Das Besondere hier ist die Metamorphorisierung der Grauwacke zu Hornfels im Kontaktbereich des Brockengranits.
 
Auf der Höhe des Silbernen Mannes, eine quarzreiche Felsenklippe am gegenüber liegenden Berghang, sind in der Holtemme immer wieder auf einer Länge von ca. 100m die Riegel des Hornfelses zu sehen. Oberhalb davon steht Granit an. Granit ist ein Plutonit, d.h. eine Lavakammer die in Tiefen zwischen 1500m und 5000m allmählich erstarrt und dabei große Kristalle ausbildet. Je tiefer der Vorgang, um so größer die Kristalle.
 
Dort wo die Magma mit dem Deckgebirge in Kontakt kommt, wird dieses geschmolzen und zu neuem Gestein umgebildet. Da dieser Vorgang mit abnehmender Temperatur und abnehmenden Druck einher geht, wird er als "retrograde Metamorphose" bezeichnet. Nirgenwo sonst im Harz ist das so gut zu sehen wie hier.
 
 

Über Wasserfall und Ottofelsen zurück nach Dreiannen-Hohne

 

Weiter den Weg bergauf, bei dem es sich inzwischen nur noch um einen schmalen Felssteig handelt, der zwischen Hang und der Schlucht über Blockschutt aufwärtsstrebt. Unter uns rauscht die Holtemme über viele Stromschnellen steil zu Tal.

Am gegenüber liegenden Hang sind die Renneklippen zu sehen. Interessant zwei Granitintrusionen, von denen sich eine direkt auf dem Weg befindet. Wir sind hier im Bereich des Brockengranits. "Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess ich nimmer" sind - vereinfacht gesagt - die Hauptbestandteile von Granit.
 
Am anderen Ufer wird nun das Gasthaus Steinerne Renne sichtbar. Vor uns der Steg, der oberhalb des Wasserfalles über die Holtemme führt. In vielen Stromschnellen und kleineren Wasserfällen stürzt hier die Holtemme zu Tal. Der schönste Blick ist hier von der Terasse des Gasthauses. Zurück über dem Steg folgen wir den schmalen Felssteig durch die Fichten bergauf.
 
Dort wo der Pfad auf den Fahrweg trifft, nach links und nach ca. 500 m halbrechts bergauf. Achtung: Auf die Freileitung rechts am Weg achten! Immer an der Freileitung entlang folgen wir dem Weg, der sich nach ca. 700 m abwärts wendet, bis zu der Weggabelung.
                       
Nach rechts ist ausgewiesen, Forsthaus Hohne - Ba h n h o f  Dreiannen-Hohne. Geradeaus ein schmaler steiniger Pfad mit dem Wegweiser "Ottofelsen 100 m". Den schmalen Pfad entlang und vor uns befindet sich der Ottofelsen, der auf steilen Leitern bestiegen werden kann und herrliche Aussichten ermöglicht.
 
Nun entweder zurück und den Weg zum Bahnhof Dreiannen-Hohne benutzen oder durch das Felsenlabyrinth dem Pfad weiter bis zum Carlshaus folgen. Hier nach rechts und nach ca. 100 m auf den Weg zum Bahnhof nach links einbiegen und bergauf bis zum "unteren Hohneweg oder Eschwegestraße". Auf dieser Forststraße, die im Sommer von Linienbussen befahren wird, nach links wenden und auf selbiger in östlicher Richtung weiter.
 
Immer wieder Ausblicke nach links über Wernigerode und das Vorharzgebiet bis zum Huy, der sich als Bergzug am Horizont erhebt. Nach dem Passieren der ehemaligen Talstation des Skiliftes nach links und nach 100 m dem Weg nach rechts zum ehem Forsthaus Hohne - und jetzigem Informationszentrum des Nationalparks Harz - folgen.
 
Den Fahrweg durch die Wiesen folgend, erreichen wir nach ca. 1 km wieder unseren Ausgangspunkt.
 
 

 Nützliche Hinweise und Informationen

 

 

Anreise:
 
Mit dem Auto
B 6 Ausfahrt Wernigerode Nord weiter Richtung Schierke bis Dreiannen-Hohne
B 27 Braunlage - Elend, Elend Richtung Wernigerode bis Dreiannen-Hohne
 
Mit der Bahn
Vom Bahnhof Wernigerode (Bahn- und Busauskunft hier) mit der Harzer Schmalspurbahn
(HSB) bis Bahnhof Dreiannen-Hohne.

Kartenmaterial:
 
Wander-und Freizeitkarte
Naturpark Harz 1:50.000
GeoMap 
ISBN 3-933671-08-6

KV Plan Freizeit im Harz
1:50.000
Kommunalverlag Hans Tacken
ISBN 3-89641-524-7
 


Einkehr und Verpflegung

Hotel "Der Kräuterhof"
38875 Drei Annen/Schierke
Tel. 039455-840
Fax: 039455-84199


 
Hotel "Drei Annen"
Drei Annen-Hohne 110
D-38875 Drei Annen-Hohne
Telefon: (039455) 5700
Telefax: (039455) 57099

 
 
Hotel "Steinerne Renne

Steinerne Renne 67
D – 38855 Wernigerode
Tel. +49 3943 60 75 33
Fax +49 3943 63 02 05


 
Bahnhofsrestauration "Zur Harzquerbahn"
Drei Annen Hohne
38875 Wernigerode
Tel.+49 3945 5933



Unterkunft:

Hotel "Der Kräuterhof"
38875 Drei Annen/Schierke
Tel. 039455-840
Fax: 039455-84199


 
Hotel "Drei Annen"
Drei Annen-Hohne 110
D-38875 Drei Annen-Hohne
Telefon: (039455) 5700
Telefax: (039455) 57099

 
 
Hotel "Steinerne Renne

Steinerne Renne 67
D – 38855 Wernigerode
Tel. +49 3943 60 75 33
Fax +49 3943 63 02 05

 
In Wernigerode stehen Unterkünfte in verschiedenen Preiskategorien zur Verfügung



Sicherheitshinweise:
 
Der Weg rechts der Steinernen Renne kann bei Schnee oder Glätte wegen seines Blockschutts gefährlich werden. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit UNBEDINGT ERFORDERLICH!


Sonstiges

Das Brockenmassiv besteht nicht nur aus dem Brocken, sondern auch dem Kleinen Brocken, der Heinrichshöhe, dem Königsberg und an seiner Ostseite dem Hohnekopf, der weit über dem Unterharz hervorragt. Während der Brockengipfel schon fast überlaufen ist, kann man hier an der Nordflanke weitgehend einsam wandern. An klaren Tagen kann die Fernsicht bis zu 100 km betragen. Nur bei Dreiannen-Hohne kann es an Wochenenden und Feiertagen bei schönem Wetter etwas lebhafter zugehen.
 
Der Parkplatz Dreiannen-Hohne ist gebührenpflichtig. Wer das umgehen will, beginnt die Tour in Wernigerode OT Steinerne Renne. Der Parkplatz hier ist allerdings zur Zeit gesperrt und wird als Holzlagerplatz genutzt. Eine beschränkte Parkmöglichkeit besteht gegenüber an der ehemaligen Bushaltestelle.


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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
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⇒Durch das Naturschutzgebiet Selketal

letzte Änderung: 21.12.2015
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