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Altmarkrundkurs Teil VI ("Von Wischer nach Kloster Neuendorf")

Autor: »Uwe Barthauer                                                   
Letzte Aktualisierung: 26.11.2009
 

Altmarkrundkurs Teil VI: Von Wischer nach Kloster Neuendorf

"... steige hoch, du roter Adler ..."


Radfahren

Fernradwanderweg

Altmarkrundkurs

 
Dauer    Jahreszeit
Straße Piste/Feldweg
7‑9 Std.  92 km April - Okt.
    30%      70%

Schwierigkeit

   Höhendifferenz

 Frequentierung

Unterkunf

Sonstiges
     leicht        niederig        niederig
Zelt/Privat für Kinder geeignet

»Legende
 
Weite Felder, saftige Wiesen, auf denen das Vieh grast. Herrliche Laub‑ und Kiefernwälder und immer wieder Kirchtürme, die wie verträumt über weite Felder blicken und den Weg von Ort zu Ort weisen. Stendal, die alte Hansestadt mit ihren Türmen und Kirchen, mit den alten Häusern und vor allem mit dem Roland erwarten den Radwanderer. Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Roland‑Standbilder auf so engem Raum wie hier in der Altmark.
 
zum vergrößern auf das Bild klicken
  • Rathaus u. St. Marien Stendal
  • Roland Stendal
  • Stadtor Stendal
  • Kalbesche Werder
  • Wer liegt denn da?
  • schattiger Feldweg
  • Gutskapelle Briest
  • Schloss Briest

 

Radwanderkarte


Wischer-Jaevenitz-map-ads-de.pdf

 

 In die Hansestadt Stendal

 

Wer wie wir auch schon die vorherige Etappe des Altmarkrundkurses zurückgelegt hat, verlässt nach hoffentlich geruhsamer Nacht und einem guten und reichhaltigem Frühstück (die zum Campingplatz gehörende Gaststätte ist wirklich zu empfehlen) den Platz. An der Ausfahrt halten wir uns links Richtung Arnim, bis zur rechten Waldecke, wo wir der Ausschilderung unseres Altmarkrundkurses nach rechts in den Wald hinein folgen. Nach ca. 3 km in südwestlicher Richtung und dem überqueren einer Wiesenfläche geht es rechts ab in nordwestlicher Richtung durch den gepflegten wunderschönen Mischwald des Stendaler Stadtforsts, auf gut ausgebauten und ausgeschilderten Wegen ‑ vorbei an einem Wildpark ‑ zur Straße Arneburg ‑ Stendal.
 
Hier nach links auf dem Fahrradweg, einbiegen und weiter nach Stendal. Bei der “Tannensiedlung” mündet die Straße in die B189 ein. Nach ca. 50 m, hinter dem kleinen Wäldchen, nach links in den “Birkenweg” fahren. Auf diesem bis zum “Haferbreiter Weg”. Nun bis zur “Arneburgerstraße”, ‑ der offizielle Altmarkrundkurs biegt vom Haferbreiter Weg links in den Bruchweg ab und umgeht die Altstadt von Stendal ‑ dann links und gleich wieder rechts in die “Bismarkstraße”. Geradeaus weiter bis zur “Wendstraße/Breite Straße” und hier nach links in die “Breite Straße” einbiegen. Geradeaus weiter (“Altes Dorf”) kämen wir zum Uenglinger Tor, eines der beiden erhaltenen Stadttore.
 
Wir fahren jedoch die “Breite Straße” hinunter bis zum Kornmarkt. Vor uns schon die impossante Marienkirche. Am “Kornmarkt” nach rechts und gleich wieder links in den “Marktplatz”. Linker Hand sehen wir nun das Rathaus mit dem davor sich befindlichen Roland und dahinter die Marienkirche. Etwa 20 erhaltene Rolande gibt es noch in Deutschland; 13 alleine in Sachsen‑Anhalt und davon 5 in der Altmark. Stendal hat viele weitere Sehenswürdigkeiten und wer etwas mehr davon sehen möchte, der folgt dem Stadtrundweg. Auch die Marienkirche ist eine Besichtigung wert. Stendal ist auch die Geburtsstadt des Johann ‑ Joachim Winkelmann, dem Begründer der wissentschaftlichen Archäologie.
 
Wir schieben das Rad in die Marienkirchstraße (Einbahnstraße) an der Kirche vorbei und dann nach rechts in die “Breite Straße” durch die Fußgängerzone bis zur Kreuzung “Rathenowerstraße/Karlstr.” und hier geradeaus in den “Schadewachten”, an dem Altmärker Museum vorbei, bis zum Tangermünder Tor. Rechts an dem Tangermünder Tor vorbei und geradeaus weiter in die “Magdeburger Straße”(wir sind jetzt wieder auf der ausgewiesenen Route). Über die Eisenbahnbrücke in einem Rechtsbogen bis kurz vor dem Bahnhof, die Straße heißt jetzt “Lüderitzstr.” und hier nach links in den “Dahrenstedter Weg” einbiegen. Bei der Rechtskurve am Ende des Radweges aufpassen, die nach links weisende Wegemarkierung wird von einem Baum teilweise verdeckt, der Markierung über die Straße folgen, an der Kleingartenanlage vorbei und Stendal auf dem Feldweg verlassen.
 
 

 Nach Tangerhütte

 

Wir radeln auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg bis zur B188 n (Ortsumgehung Stendal) fahren vor dem Straßendamm etwa 400 m nach links bis zur Eisenbahnstrecke Stendal ‑ Magdeburg und unterqueren die Bundesstraße so wie die Eisenbahnstrecke Stendal ‑ Berlin parallel zu den Gleisen Stendal ‑ Magdeburg. Am Ende dann wieder rechts und den nächsten Weg links. Jetzt geht es durch Wiesen und Felder immer nach Süden bis zu dem kleinen Dorf Welle. Am Ortseingang nach links und gleich wieder rechts an der Kirche vorbei aus dem Dorf hinaus.

Der Weg, begleitet von Hecken und Bäumen, steigt allmählich an um dann bis zur Straße Tangermünde ‑ Gr. Schwarzlosen in ein Gefälle über zu gehen. Weit geht von der Blick von der Höhe über die altmärkische Landschaft. An der Straße nach links der Ausschilderung nach, ( die Radkarten weisen noch geradeaus über den nicht mehr existierenden Bahnübergang) bis zum Bahnhof Demker (hier ging die Strecke der früheren Schmalspurbahn Tangermünde ‑ Lüderitz unter der Staatsbahnstrecke hindurch) und nach dem Bahnübergang wieder rechts auf Demker zu. Weiter durch Demker hindurch und auf der Straße nach Weiße Warte. Die Straße führt durch Felder und Wiesen über die Tanger und durch einem Wald zur Ortschaft Weiße Warte. Am Ortseingang, bei dem sehenswerten Wildpark, nach halb rechts an dem Wildpark vorbei und wieder rechts auf den Wald drauf zu.
 
Im Wald ‑ einem Laub‑ Bruchwald ‑ der Beschilderung nach links folgend, fahren wir auf die Tangerhütter Tanger zu, die hier zu einem flössbaren Gewässer aufgestaut ist. An der Tanger durch den Bruchwald auf gut ausgebautem Wirtschaftsweg entlang des Flusses radeln und nach ungefähr 1 km bei einer von rechts kommenden Brücke dem Altmarkrundkurs nach links durch den Bruchwald folgen. Nach nochmals ca. 1,5 km erreichen wir die von Weiße Warte nach Tangerhütte führende Straße, überqueren die selbe und haben vor uns das auf einer freien Fläche liegende und waldumsäumte Gut Briest. Die restaurierte Gutskapelle aus dem Jahr 1599 war der erste protestantische Kirchenbau der Altmark und dient heute kulturellen Zwecken. Dem Rundkurs folgen, das Schloss ‑ das zur Zeit wieder restauriert wird ‑ umrunden und durch den Wald wieder der Straße zu. Hier links und nach Tangerhütte hinein.
 
Tangerhütte, benannt nach einer ehemaligen Eisenhütte die das hier vorkommende Raseneisenerz verarbeitete, ist die jüngste Stadt der Altmark und besitzt neben einem sehenswertem Park und dem alten und dem neuen Schloss ein Buddelschiffmuseum.
 
 

 Zur Colbitz ‑ Letzlinger Heide

 

Der Tangermünderstraße bis zur Kreuzung folgen und nach rechts in die Bismarkstraße einbiegen. Immer auf der Bismarkstraße durch die Stadt, über die Bahn und weiter bis zur “Schönwalder Straße”. Hier nach rechts einschwenken und an der “Schönwalder Chaussee” dem Weg geradeaus in nördlicher Richtung folgen. Durch Felder auf den Wald zu und durch diesen hindurch. Am Ende des Waldes rechts nach Schönwalde. Im Dorf über die Straße und weiter auf einem Pappel und Hecken gesäumten schattigem Feldweg durch eine Felder‑ und Wiesenlandschaft, von Gehölzgruppen und Baumreihen durchzogen, vorbei an dem auf den Weiden grasenden schwarz‑buntem Vieh nach Stegelitz.

 In Stegelitz durch das Dorf durch und am Dorfausgang dem Rundkurs nach halb rechts durch den Kiefernwald nach Gr. Schwarzlosen folgen. Groß Schwarzlosen bildet mit dem unmittelbar benachbarten Lüderitz eine Gemeinde und der Übergang zwischen den beiden Ortsteilen ist fließend. Der Rundkurs führt zunächst in Gr. Schwarzlosen auf die Hauptstraße und verläßt in Lüderitz die selbige wieder, um am stillgelegten Freibad und dem nicht mehr existierenden Campingplatz vorbei wieder in die Ortsmitte zu führen. Campingplatz und Freibad sind allerdings noch in den Wanderkarten verzeichnet und auch noch auf der Website der Gemeinde erwähnt. Zur Zeit gibt es in Lüderitz keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr, wie der Verfasser leidvoll erfahren mußte.
 
In der Ortsmitte bei der romanischen Feldsteindorfkirche der Ausschilderung nach Westen folgen und unter der Ortsumfahrung der B189 durch und über die kleine Ansiedlung Schleuß auf Brunkau und der Colbitz ‑ Letzlinger Heide zu. Die Colbitz ‑ Letzlinger Heide ist der größte Truppenübungsplatz Sachsen‑Anhalts und leider nur zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich. Weniger wegen des militärischen Betriebs, der hier nur als Laser gestützte Simulation stattfindet, als vielmehr wegen der sowjetischen Hinterlassenschaften. Seit Jahren kämpft die Bürgerinitiative “offene Heide” gegen die militärische und für eine zivile Nutzung.
 
 

Über Uchtspringe nach Kloster Neuendorf

  

In Brunkau ändert der Rundkurs seine Richtung nach Norden und führt an dem Wald entlang in Richtung Wittenmoor. Etwa 100 m vor der Straße Lüderitz ‑ Wittenmoor geht der Weg links ab und durch eine schmale Lindenallee zu dem Gutsort Vollenschier. Das Gut wird wieder von den Alteigentümern bewirtschaftet und das Gutshaus ist renoviert. Das Schloss jedoch, macht noch einen erbarmungswürdigen Eindruck und ist wahrscheinlich auch nicht mehr zu retten. Hinter Vollenschier, links in einem kleinen Wäldchen, umgeben von einer mächtigen Mauer die wieder restaurierte Guts‑ und Dorfkirche. Ein Blick durch das Tor zur neugotischen Kirche ist interessant, das alleinstehende sakrale Bauwerk vermittelt den Eindruck einer Wallfahrtskirche, was hier im protestantischen Norden doch für einige Verwirrung sorgt.
 
Unser Weg führt weiter durch Felder hin zu dem Ort Staats. Kein Witz, der Ort heißt wirklich so und so wird die Gemeindeverwaltung, untergebracht in einem neoklassizistischem ehemaligem Gutsgebäude, scherzhaft auch als “Staatskanzlei” bezeichnet. Staats verfügt auch über eine Wind‑ und eine Wassermühle aus dem 14. Jahrhundert in der heute noch Museumsbetrieb stattfindet. Wer zur Wassermühle will, Die Straße nach Vinzelberg nehmen und etwa 100m nach dem Ortsausgang links die Wassermühle.
 
In Staats zur alten B188, die Straße überqueren und hinter dem Ort zweimal links, um dann gleich wieder in Börgitz die Bundesstraße zu erreichen ‑ wer sich diesen sinnlosen Umweg ersparen möchte, fährt gleich links in die B188 ‑ und auf dieser in westlicher Richtung nach Uchtspringe. Uchtspringe (wie der Name schon sagt, sind hier die Uchtequellen) das sind die psychatrischen Kliniken und das sachsen‑anhaltinische Landeskrankenhaus und erstreckt sich längs der alten Bundesstraße. Auf dem Radweg Richtung Gardelegen und an der letzten Straßeneinmündung dem Rundkurs nach rechts folgen.
 
Wer knapp in der Zeit ist, fährt geradeaus auf dem Radweg längs der Bundestraße nach Kloster Neuendorf. Ansonsten rechts und bei dem Bahnhof über die Gleise der Strecke Hannover‑ Stendal und der B188n nach Norden durch einen Kiefernwald der Beschilderung folgen. Im Wald ändert der Rundkurs seine Richtung links nach Westen und aus dem Wald hinaus, über die Felder bis zur Straße Jävenitz ‑ Lindstedt. Nach rechts in die Straße einbiegen und an der nächsten Wegeinmündung wieder links durch eine sanfte hügelige und abwechslungsreiche Wald‑ Feld‑ und Wiesenlandschaft über Trüstedt nach Kloster Neuendorf.
 
 
 

Nützliche Hinweise und Informationen


Es bleibt natürlich jedem Radwanderer selbst überlassen, an welchen Stellen er den Altmarkrundkurs beginnt oder beendet. Die Länge der Etappen ergibt sich aus dem Abstand der Campingplätze. Eine andere individuelle Planung ist jederzeit möglich.
 
Die Qualität der Wegeführung und ihre Oberflächenbeschaffenheit, so wie die Ausschilderung reicht von sehr gut über mäßig bis zu - mit Verlaub gesagt -  "saumäßig". Feldsteinpflaster, knöcheltiefe Sand‑ und Schlammwege und rumpelige Betonplatten müssen einkalkuliert werden. die Schönheit der Landschaft und die Freundlichkeit der Menschen machen dieses doch jederzeit wieder wett.

 
Anreise:

Mit der Bahn
Bahnhöfe Stendal, Demker und Tangerhütte (Strecke Stendal - Magdeburg)
Die Bahnhöfe Stendal, Uchtspringe, Jävenitz und Gardelegen (Strecke Wolfsburg ‑ Stendal)
 
Fahrräder werden in Sachsen-Anhalt in allen Zügen des Nah- und Regionalverkehrs kostenlos befördert.
 
Mit dem Auto
Eine Anreise mit dem Auto ist zu allen Orten möglich. Ich empfehle die Anreise per Bahn.
 

Kartenmaterial
 

Radwanderkarte 1:75000
Altmark
Bielefelder Verlagsanstalt
ISBN 3‑87073‑233‑2
 

ADFC‑Radtourenkarte
1:150 000 Nr.8
Havelland Magdeburger Börde
Bielefelder Verlagsanstalt
ISBN 3‑87073‑068‑4
 

 
Unterkunft:
Mit Unterkünften ist es zwischen Tangerhütte und Gardelegen sehr schlecht bestellt.
 
 
Eventuell ab Uchtspringe mit dem Zug zurück nach Stendal und dort übernachten. Die Fahrzeit dauert nur 15 Min. und die Verbindungen erfolgen in Abständen zwischen 25 und 45 Min.
 
Der Campingplatz in Lüderitz existiert nicht mehr!!
 
Einkehr / Verpflegung:
Gastronomische Einrichtungen gibt es in Tangerhütte ‑ Weiße Warte ‑ Jävenitz und Kloster Neuendorf.
 
Sonstiges:
In den Dörfern und Städten treffen wir immer wieder blühende Bauerngärten an, die sich von dem oft unpersönlichen grünem Allerlei heutiger Gärten positiv abheben. 
 
Sicherheitshinweise:
Die Ortsdurchfahrten sind oft gepflastert, auch nach erfolgter Sanierung. Es empfiehlt sich daher, wenn irgend wie möglich, verbotenerweise den Gehweg bei ausreichender Aufmerksamkeit zu benutzen.
 
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Für Hinweise und Anregungen bin ich jederzeit dankbar.
© Uwe Barthauer Braunschweig

"...und das bin ich"

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letzte Änderung: 28.02.2017
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